Cineastischer Ausblick: Neue Soloprojekte von Arnie und Sly

(dh). In den achtziger und neunziger Jahren etablierten sich im Kino aufwendige Action-Kracher mit testosterongestählten Helden. An der Spitze des Genres befanden sich damals die Superstars Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone, die sich selbst als Konkurrenten betrachteten und auch dementsprechend unterschiedliche Fangruppen hervorbrachten. Während Oscar-Preisträger Stallone („Rocky“) grob gesagt eher für ironiefreies Gewaltkino stand („Rambo“, „Die City Cobra“), gelang es Schwarzenegger, in genreprägenden Kultfilmen wie „Terminator“ oder „Predator“ mitzuwirken und sich dabei stets auch humorvoll selbst auf die Schippe zu nehmen.
Arnie und Sly, wie die Fans sie nennen, sind zwar demnächst in ungewohnter Eintracht zusammen in „The Expendables 2“ zu sehen (deutscher Kinostart: 30. August 2012). Aber dann kommen sie auch wieder mit Soloprojekten in die Kinos. Schwarzenegger scheint bei „The Last Stand“ (Start: 13. Januar 2013) unter der Regie von Jee-woon Kim wieder an seine alte Erfolgsmasche anzuknüpfen:

Der Unterschied zwischen den beiden Superstars wird sofort klar, wenn man den Trailer zum neuen Sylvester-Stallone-Projekt „Bullet to the Head“ sieht (Start: 7. März 2013). Regisseur Walter Hill ist zwar ein Top-Filmemacher, wenn es um Western und Actionkrimis geht, aber das neue Werk scheint so sehr Oldschool zu sein und sich auf eine grimmige Weise ernstzunehmen, dass es schwerfällt, hier einen unbeschwerten Spaß-Faktor zu erkennen. Nichts gegen Oldschool-Style und Stallone, aber eigentlich ist das Kino – und zum Glück auch das oftmals leider arg tumbe Actiongenre – schon längst weiter.

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