Wotan und die frische Luft

Es gibt Wochen, in denen kommt alles wieder.

Die Stasi provoziert, und die Vopos räumen alles ab, was sich provozieren lässt. So war das, bis 89, in Dresden.

2018 passiert so was ja gottlob nicht mehr. Wie meinen? Gut, ohne dass wir hier jetzt Vergleiche ziehen wollten, aber ab und zu wählen die halt beim LKA in Sachsen immer noch den Mitarbeiter des Monats, der einfach mal an die frische Luft soll, weil er schon so lange nicht mehr rausgekommen ist.

Dieser Mitarbeiter – nennen wir ihn total fiktiv Wotan-Wunibert – stolpert dann aus seinem Muff-Kabuff in der Buchhaltung mit seinem lustigen Hut, der beim letzten Schrottwichteln übrig geblieben war, los und prallt zeitgleich auf Sonnenlicht und Realität. Damit muss der arme Kerl doch schon mal per se überfordert sein. Und dann wird er auch noch von ZDF-Kameras provoziert. Dass er dann vor lauter linksgrünversiffter MedienMainstream-Übermacht in höchster Pein Polizeischutz sucht, ist doch nur logisch.

Und jetzt heulen diese ZDF-Lügenfunker auch noch rum. Nur weil sie mal lernen mussten, wie das so läuft in Sachsen. Also 2018. Natürlich nicht wie 89. Da hätte so was geräuschlos funktioniert. Aber früher war eben auch einfach alles …

… Moment bitte, das Telefon klingelt. Wer ist da bitte? Ein Herr Spengler? Nein danke, ich brauche keinen Handwerker. Ach so, Sie wollen mit mir über den Untergang des Abendlandes diskutieren? Warum geht es denn unter? Weil wir uns in einem Rassenkampf befinden? Boah, hier stinkt‘s auf einmal so seltsam. Sorry, Herr S., ich muss mal kurz lüften. Ich notiere mir jetzt gerade schnell Ihre Nummer – 1933, danke – und rufe garantiert nie zurück.

Kampf, Kampf, Kampf … woran erinnert mich das jetzt? Stimmt, dieser Herr Gaulei…, nein, Gaulab…, hm, Gollum? Egal. Also dieser schlecht gelaunte ältere Herr, der kürzlich auch in hier Darmstadt war und dem dauernd der Gaul durchgeht. Also, der hat doch auch was von Kampf erzählt. Im Überlebenskampf seien wir.

Kommt alles wieder. Sag ich doch.

Also wir müssen ums Überleben kämpfen, weil die Flüchtlinge an allem schuld sind. Woran genau? Altersarmut, Wohnungsknappheit, Billiglöhnen, Wartezeiten beim Arzt, Hartz IV, Staus, Handwerkermangel und daran, dass beim Aldi das Büchsenbier schon wieder alle ist.

Diese Probleme gab es vor 2015 alle nicht. Erst irgendwann, als Angela M. aus B. „Wir schaffen das“ sagte, ist dieser ganze Schrott aus dem Nichts vom Himmel gefallen.

Genau das sagt dieser lustige Gaul-Typ auch immer. Das Lustigste an ihm ist, dass er seit 1973 aktiv Politik macht. Er hat also rund 40 Jahre lang wie viele andere seiner Generation quer durch alle Parteien nichts mitbekommen, nichts ahnen können und vor allem durch seine eigene Politik aber so was von garantiert gar nichts dazu getan, dass das Fundament des Abendlandes so morsch werden konnte wie er es heute als These in die Welt lügt. Ein echter Blitz-Merker, dieser Gaul-Typ. Und ein total glaubwürdiger dazu.

Das war‘s dann wieder – bis nächste Woche.

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