Wo das schwarze Loch wohnt

Es gibt Wochen, in denen ist irgendwie alles ganz klar.

Warum? Der forschenden Menschheit ist es erstmals gelungen, ein schwarzes Loch zu fotografieren. Gut, das kosmische Phänomen sah irgendwie aus wie die mit Marmelade geschwärzten Gläser, mit denen wir als Pennäler früher eine Sonnenfinsternis beobachtet haben. Bisschen unspektakulär für ein Gebilde, dem gewaltige Kräfte nachgesagt werden.
Dem einen oder anderen Aluhut-Träger, der lieber an Schamanismus und Verschwörungstheorien jedweder Art glaubt als an Wissenschaft, könnte das zum Vorwand gereichen, an eine Fälschung zu glauben. Sie wissen schon, so wie die Mondlandung, die auch getürkt war. Oder das WM-Spiel 2018 gegen Südkorea. Vor allem das kann nur ein Fake gewesen sein.

Wir Nicht-Gehirngewaschenen glauben jedoch an Fakten und somit auch an die tatsächliche Existenz des großen Marmelade-Lochs. Es macht einfach zu viel erklärbar, als dass man es ignorieren könnte. So saugt es ja bekanntlich alles auf, was nicht bei drei in der nächsten Galaxie ist. Die politische Vernunft in London beispielsweise. Weg, fort, aus. Was der interstellare Staubsauger übrig ließ, ist eine Trümmertruppe, für die sich sogar ein schwarzes Loch zu schade ist. Frei nach dem Motto „Ich schlucke vieles, aber nichts, was hohler ist als ich selbst“.

Auch in Berlin und anderswo scheint der Sternen-Dyson gewütet zu haben. Jedenfalls hat man auch dort die Vernunft schon länger nicht mehr gesehen. Nur so ist die Forderung nach Enteignung von Wohnungskonzernen zu deuten. Liebe Berliner Politiker, wie erkläre ich euch das jetzt? Wie viele Wohnungen wird irgendjemand in Zukunft wohl noch bauen, wenn er damit rechnen muss, morgen enteignet zu werden, nur weil einer von euch mit dem falschen Fuß aus dem Bett kommt? Richtig, exakt gar keine. Nix, nada, null. Schwarzes Loch auf dem Wohnungsmarkt und somit eine ziemlich blöde Idee.

Aber wir helfen ja immer gern und haben deshalb hier einen Spitzenvorschlag: Hört auf, euch weiter mit dem Flughafen zu plagen. Der wird sowieso nie fertig. Baut lieber Häuser auf der Fläche. Das müsstet ihr ja noch hinbekommen. Hoffentlich. Wenn nicht, könnt ihr ja wieder rumheulen und euer Totalversagen anderen in die Schuhe schieben. Von mir aus auch dem schwarzen Loch. Das schluckt auch Berliner Luft(blasen).

Was man auch einmal ruhig in den schwarzen Orkus … Moment bitte, das Telefon klingelt. Donald, alter Bruchpilot. Wie meinen? US-Wissenschaftler haben es geschafft, ein schwarzes Loch auf die Größe eines Handballs zu schrumpfen? Ja, ich weiß. Es wohnt direkt unter dem, was du deine Frisur nennst.

War sonst noch was? Ja. Das Kostüm von Digitaldingsbumsministerin Dorothee Bär bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises. Wo ist ein schwarzes Loch, wenn man es einmal braucht? Und sei es nur, um diese Bilder wieder aus dem Kopf zu bekommen. Auf der nach oben offenen Fremdschäm-Skala dürften die bis zur nächsten Brexit-Abstimmung definitiv nicht zu toppen sein …

Das war‘s dann wieder – bis nächste Woche.

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