Update für Minister

Es gibt Wochen, in denen gibt man so richtig Gas.

Oder muss man mittlerweile sagen „Es gibt Wochen, da braucht man so richtig viel Akku“? Auf der IAA wird genau das gerade verhandelt. Benzin, Diesel, Strom, Wasserstoff, Turnschuhe, Fahrräder, Bahn – noch nie war die Frage, womit und worauf wir uns in Zukunft bewegen, so diffus zu beantworten wie heute.

Jedenfalls für die meisten von uns. Das kann Kopfzerbrechen bereiten. Es sei denn, man heißt Alexander Dobrindt. Für den Ministerdarsteller auf hoffentlich baldigen Abruf gibt es nur ein Fortbewegungsmittel: den schnurzegalen Schnarchnasen-Schlafwagen.

Für ihn persönlich freut uns das. Es steht zu befürchten, dass das bajuwarische Maut-Murmeltier sich ansonsten sogar unter der Motorhabe eines BMW oder Audi verlaufen würde. Aber leider ist Politik keine persönliche Angelegenheit. Und blöderweise hat das dem Alexander niemand verraten.

Ansonsten hätte er die Republik nicht nur in Zeiten, in denen das Diesel-Desaster und und die Elektro-Evolution quasi synchron wie ein Doppelgetriebe heraufzogen, mit seinem persönlichen Hobby – der sogenannten Pkw-Maut – gequält. Nein, er hätte auch dafür gesorgt, dass private Autobahnbetreiber aufgrund lustig kalkulierter Verträge nicht Pleite gehen. Oder dass am Ende Millionen auch in der öffentlichen Kasse fehlen, weil unser bereits vorhandenes Lkw-Maut-System schlechter rechnet als Erstklässler in (fügen Sie hier bitte ein Bundesland Ihrer Wahl ein, liebe Leser).

Es bleibt also zu hoffen, dass sich der Alexander nach der Bundestagswahl neuen Herausforderungen widmen darf. Und dass diejenigen, die sich nach ihm um Mobilität kümmern, bei allen Maut-Mutationen, die uns noch ereilen sollen, genauer hinschauen. Ansonsten könnte es bei dem Thema so schwarz aussehen wie im Auspuff eines total umweltfreundlichen 300-PS-SUV.

Schwarz. Nein, schwarz ist AFD-Spitzenkandidatin Alice Weidel nicht. Eher braun. Allerdings hat ihr die übliche Lügenpresse die Schwarzbeschäftigung einer Haushaltshilfe nachgesagt. Stimmt aber alles gar nicht. Waren Freundschaftsdienste. Sagt Frau Weidel.

Üb immer Treu und Redlichkeit. Das steht bestimmt auch als zentrale Forderung irgendwo im AfD-Wahlprogramm. Direkt hinter „Zu Adolfs Zeiten war nicht alles schlecht.“ Das Copyright auf diese unfassbare Erkenntnis hat aber nicht Frau Weidel, sondern Herr Gaulei …, äh, um Himmels willen, immer diese Tippfehler! Also jedenfalls Gauland.
Wäre das hier ein TV-Studio, würde jetzt hier bestimmt schon wieder jemand rausrennen. Und wir würden rufen: „Heul doch!“ Die Formulierung „Wer austeilt, muss auch einstecken können“ hat es nach Lage der Dinge nicht ins AfD-Programm geschafft.

Da ist der Alexander doch anders – der lächelt irgendwie alles weg. Zumindest in dieser Hinsicht ist er Profi. Auch wenn ihm und uns das nichts nützt. In seinem Fall hilft nur ein Hardware-Update.

Das war‘s dann wieder – bis nächste Woche.

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