Unsere Lieblingslieblinge

Es gibt Wochen, in denen muss man Bilanz ziehen.

Die Bilanz eines Jahres, in dem sich auch in dieser kleinen Kolumne viele Lieblinge ganz groß hervorgetan haben. Jetzt also der Jahresrückblick der Lieblinge für 2017, wie immer völlig sachlich, freundlich und gerecht.

Auf Platz zehn hat es Frauke Petry geschafft. Die ist jetzt blau und nunmehr in jeder Hinsicht bankrott. Ein loses Mundwerk ersetzt halt keine Substanz.

Auf Platz neun liegt Kim Jong-un. Moment bitte, das Telefon klingelt. Das staatliche Komitee für Völkerverständigung aus Pjöngjang fragt an, ob man durch ein tolles Silvesterfeuerwerk noch ein paar Plätze gut machen könne. Ääähm – lieber nicht. Wer weiß, was die für Böller im Schrank haben.

Platz acht ist friedlich: Christian Lindner. Der will nur Politiker spielen und, wenn es doch mal ernst wird, lieber abhauen. Tschüss.

Platz sieben geht an Angela Merkel. Weil sie Lindner beim Abhauen noch die Tür aufgehalten hat. Schon eine bemerkenswerte schauspielerische Darbietung, verehrte Frau Kanzlerin, wochenlang so zu tun, als rede man wirklich über Jamaika. Nur um dann, wenn die Bahn frei ist, sich dem von Anfang an angepeilten Lieblingsopfer zuwenden zu können. Dem einzigen, das noch zwischen Ihnen und einem Rücktritt steht.

Platz sechs geht an Emmanuel Macron. Weil er immer noch Fingernägel hat, auf denen er herumkauen kann, bis die Deutschen ihre Polit-Nabelschau beendet haben.

Platz fünf hat Theresa May erobert. Denn … Moment bitte, da will jemand was auf WhatsApp loswerden. „Missbrexit56“ will nichts zahlen, alles haben und das sofort. Habe sie an den britischen Apothekerverband verwiesen. Die haben hoffentlich noch ein paar Pillen übrig, mit denen man sowas in den Griff bekommt.

Nichts im Griff hat man auf Platz vier: bei der CSU. Für das Schmierentheater, das man erst in Richtung CDU und dann mit der neuen Doppelspitze aufgeführt hat, verleihen wir den Oscar in der Kategorie „Bester Treibstoff für Politikverdrossenheit seit der Erfindung anonymer Parteispender“.

Auf Platz drei kommt ein alter Bekannter: Recep Tayyip Erdogan. Mehr Journalisten einzusperren als die Chinesen, obwohl die rein zahlentechnisch etwa 17-fach in der Überzahl sind – das ist schon eine reife Leistung.

Platz zwei geht an Wladimir Putin. Nur damit er nicht Erster wird. Um es mit der großen Philosophin Andrea Nahles zu sagen: Bätschi!

Platz eins geht an Erna Kasuppke aus Bottrop-Kirchhellen. Die hat nämlich 2017 den Stein der Weisen, den Weltfrieden und das Perpetuum Mobile … Moment bitte, das Telefon klingelt. Was ein Lärm. Nein, Donald, du kommst hier und heute nicht rein. Nein, du kannst dir das auch nicht kaufen. Und wenn du jetzt nicht sofort Ruhe gibst, kaufen wir Twitter und nehmen dir dein Lieblingsspielzeug weg.

Das war‘s dann wieder – bis nächstes Jahr!

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