Steht ein Präsident im Wald…

Es gibt Wochen, in denen regiert gefühlt der Bankrott.

Im US-Wahlkampf etwa. In dem droht dem größten Manager aller Zeiten doch glatt das Geld auszugehen. Ist eine alte Tradition bei ihm: Als Immobilienmagnat konnte sich Donald Trump nur aufpumpen, weil er massiv Kohle von Daddy geerbt hatte. Die ist bis heute auch nicht mehr geworden, im Gegenteil. Diverse Beinahe-Pleiten später surft Donald der Dealmaker weiter mit dem Spielgeld durch die Welt, was andere ihm geben. Warum sollte das ausgerechnet im Wahlkampf anders sein? Deshalb scheibt er jetzt Bettelbriefe an seine Anhänger. Und beschimpft jeden, der das reportiert, trotzdem als Lügner. Alles wie gehabt also in … Moment bitte, das Telefon klingelt.

Donald, alter Pech-Penny. Nein, ich spende nichts. Höchstens die allerbesten Wünsche für dein Heimatland. Was bedeutet, dass Du in ihnen nicht vorkommst.

Eher intellektuelle, äh, Löcher im Portfolio sind allerdings auch an anderer Stelle zu registrieren. Bei Katrin Göring-Eckardt zum Beispiel, ihres Zeichens Fraktionsvorsitzende der Grünen und, was noch von Bedeutung sein wird, ehemalige Studentin der Theologie. Schrieb sie uns angesichts der Bilder aus dem Flüchtlingslager Moria doch von der rhetorischen Kanzel ins Stammbuch, dass man sich am barmherzigen Samariter ein Beispiel nehmen möge. Weil der doch so sehr einem Bedürftigen geholfen habe, als er seinen Mantel mit ihm geteilt habe.

Die Reaktion des Heiligen Martin darauf ist nicht überliefert. Unbestätigten Meldungen zufolge will er möglicherweise mit dem Kobold, der laut Annalena Baerbock in den schönen neuen E-Autos für Strom in den Batterien sorgt, eine Wohngemeinschaft gründen.

Keine Ahnung haben, aber eine Meinung. Klumpt sich aktuell bei den Grünen ein wenig, aber exklusiv haben die Öko-Moralisten das keineswegs. Kommen wir nochmals auf Donald, den Durchblicker, zurück. Weil ihm zur Stunde nicht nur der Kittel, sondern die komplette Westküste brennt, empfahl er den Blick nach Österreich. Weil dort, so die Analyse des Oberförsters im Weißen Haus, zwar deutlich explosivere Bäume als in Kalifornien stünden. Aber weil die klugen Bewohner der europäischen Waldstädte wie zum Beispiel Wien das erkannt hätten, würden sie die Bäume immer schnell genug abräumen und so „den Brennstoff ausdünnen“.

Mensch Donald, wie oft habe ich Dir hier gesagt, dass dieses Desinfektionsmittel, was du dir spritzen wolltest, a bisserl waach in der Marill‘n macht, wie der Österreicher sagt. Die offizielle Antwort der Stadt Wien in herrlichstem Schmäh: „Lieber Herr Trump, Bäume sind super, um den Klimawandel zu bekämpfen. Und sie explodieren nicht. Deshalb pflanzen wir jede Menge. Haben Sie also keine Angst vor ihnen. Grüße aus der Waldstadt.“ Eigentlich nicht schwer zu verstehen. Es sei denn, man führt sich und andere ständig hinter die Polit-Fichte und sieht deshalb schon lange den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr …

Das war‘s dann wieder – bis nächste Woche.

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