Prima Klima im Reaktor

Es gibt Wochen, in denen fragt man sich, um welches Klima es eigentlich geht.

Nicht nur um das Weltklima, so viel steht mal fest. Klar, vor allem viele Jugendliche gehen auf die Straße, weil sie sehr viel mehr von dem abbekommen werden, was ihre Eltern und Großeltern angerichtet haben. Eigentlich müsste dies jedem zu denken geben. Tut es aber nicht. Nehmen wir mal unsere lustige sogenannte GroKo in Berlin: Die bewegt sich trotz aller Signale und Proteste weiterhin mit dem Tempo einer Schnecke und der Entscheidungsfreudigkeit einer sedierten Tiefkühlpizza. Weil es ihr vor allem ums eigene Klima geht.

Das ist genau die Art von Politik, die die Jungen auf die – noch vorhandenen – Bäume treibt. Auf diesen wird es aber langsam eng. Da singen mittlerweile einige schräge Vögel ihr Klima-Lied. Roy Scranton zum Beispiel. Roy wer? Für die Nichteingeweihten unter uns: Scranton ist Professor an der Universität von Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana. Seine Kernthese zum Thema: Die Klimaapokalypse ist längst da, wir können auch nix mehr dagegen machen. Aber die drei oder vier Menschheitsgenerationen, für die es noch langt, können sich immerhin an den Gedanken gewöhnen, dass sie die letzten sein werden.

Aha. Noch ein bisschen zappeln, dann Licht aus – geht‘s vielleicht eine Nummer kleiner? Schlägt ja schon ein bisschen auf die Stimmung, so eine Perspektive auf keine Perspektive. Schauen wir mal zum eher optimistischen Nachbarbaum. Aus dem singt Klaus P. Kurz vom bislang sträflich unterschätzten Portal „Blaue Narzisse“ zu uns. Er sagt: Ganz generell geht dem Globus systemisch irgendwann der Sauerstoff aus. Aber weil der geniale Mensch jetzt Kohlendioxid ohne Ende frei setzt, wachsen dadurch wieder mehr Pflanzen, die wiederum über Fotosynthese mehr Sauerstoff erzeugen, und schon ist wieder alles im Lot. Bis der Sauerstoff wieder alle ist, aber dann müssen halt die nächsten klugen Menschen wieder ran.

Das würde ja bedeuten, dass … Moment bitte, das Telefon klingelt. Donald, alte Heißdüse. Wie meinen? Du fliegst jetzt für die Sauerstoffbilanz jedes Mal mit der Air Force One zur Tanke, wenn das Dosenbier im Oval Office wieder alle ist? Kann man machen. Ist aber ungefähr so klug wie früher in der Schule, als der Füller leer wurde und du einfach schneller geschrieben hast.

So manches Elaborat zum Klima kann man sich allerdings wirklich nur damit erklären, dass der Sauerstoff knapp wird. Willi Meinders aus Großefehn etwa hat die Lösung für uns alle gefunden: kleine, transportable Atomreaktoren. Frei nach dem Motto „Lass krachen ohne Reue – jeden Tag Uran aufs Neue“.

Großefehn liegt in Ostfriesland. Was als Erklärung ausreichen muss. Ansonsten empfiehlt es sich, jetzt runter von den Bäumen zu steigen. Das ist der Menschheit in ihrer Evolution auch schon einmal gelungen. Als sie das Hirn einschaltete. Das Klima – von Globus und Debatte – könnte das brauchen.

Das war‘s dann wieder – bis nächste Woche.

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