Ikarus hat Potenz

Es gibt Wochen, in denen schaust du in die Sagen der klassischen Antike.

Nein, Donald, wir meinen damit nicht die Innenausstattung deines New Yorker Turmes. Die ist trotz rosa Marmor und Gold nur ein klassischer Griff ins Protz-Klo.

Wir meinen Ikarus. Sie wissen schon, der, der nicht hören wollte, zu hoch flog und abstürzte. Weil er wohlmeinenden Rat missachtete. Seinen Flug hatte er von Kreta aus angetreten, ein paar Inseln weiter war dann leider Schluss.

Jetzt nehmen wir einfach mal an, der Flug hätte seinen Anfang in irgendeiner Kleinstadt im Rheinland genommen. Sagen wir mal … Würselen. Wie würde die Erzählung verlaufen?

So: Jemand, der wie Ikarus auch kein Überflieger war, missachtete ebenfalls alle guten Ratschläge, hielt sich zu 100 Prozent für unabstürzbar – und schlug dann wie das antike Original krachend auf.

Von hundert Prozent auf Null Akzeptanz – das ist selbst in unseren schnellen Zeiten rekordverdächtig. Das kommt davon, wenn man tatsächlich kein Überflieger ist und das Einzige, was einen tatsächlich auszeichnet – Bodenhaftung – verliert.

Oder von Parteifreunden und nicht zuletzt auch -freundinnen in etwas hinein gejagt wird, bei dem man scheitern muss. Bei Ikarus war es angeblich eine Strafe für seinen Vater Dädalus, der wiederum seinen klugen Neffen Perdix aus Eifersucht ermordet hatte. Was wiederum den Göttern nicht gefiel und weshalb sie Ikarus bestraften.

Den Schurken – also Dädalus – in der Würselen-Variante dürfen Sie jetzt selbst suchen, liebe Leser. Kleiner Tipp: Fangen Sie im Außenministerium mit der Suche an. Die Götter sind die Wähler, klar. Und wer ist dann  Perdix? Jetzt wird es heikel …

Sagen wir es so: Die Glaubwürdigkeit der SPD wäre ein heißer Kandidat.

Von schwerem antiken Stoff zur Spitze der Moderne. Es ist schon erstaunlich, was alles außer Ikarus so am Himmel herumsaust. Seit neuestem auch ein Cabrio von Tesla, das Firmenchef Elon Musk mit einer seiner Raketen in den Orbit schießen ließ. Zum Beweis seiner Potenz. Also wirtschaftlich. Nicht das, was Sie denken.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Eine Rakete, die so viel Dreck in die Atmosphäre ballert wie vermutlich hunderttausende von Diesel-Autos, ballert diesen Dreck heraus, um ein amerikanisches Elektrofahrzeug in die Umlaufbahn zu wuchten. Zu viel Potenz war noch nie gut.

Der Börsenkurs von Tesla ähnelt seit geraumer Zeit der Flugkurve von Ikarus. Was damit zu tun haben mag, dass Herr Musk seine Autos zwar noch ins All bekommt, aber auf der Erde nicht mehr aus seinen Fabriken heraus.

Das ist wiederum letztlich wie bei uns in Deutschland: Manches, was sich selbst „groß” nennt, ist bei näherem Hinsehen einfach nur noch absturzreifes Stückwerk. Noch jemand bei Merkel Airlines ohne Flugschein?

Das war‘s dann wieder – bis nächste Woche.

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Eine Antwort auf Ikarus hat Potenz

  1. simona sagt:

    zu tesla: da die meißten medien weltweit einer “clicke” zugerechnetet werden kann, halte ich diese sinnbefreite meldung für eine insider-meldung. mir stellt sich kaum mehr die frage, ob ich diese nachricht mit donald trumps order “jagd-weltweit-menschenhandel” vom dezember 2017 verbinden kann. sichtbar kann dies auch werden, das weltweit hohe “amtsinhaber” aus politik/wirtschaft/kirchen ..äähhh…. sich neuen -nichtöffentlichen- aufgaben zuwenden wollen. unser schulz und mutti merkel werden auch noch gesicht zeigen, ebenso wie innenministerium usw. chem özdemir auch?

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