Herr Lindners Tankfüllung

Es gibt Wochen, in denen wirst du einfach für blöd verkauft.

Von unserer lustigen Bundeskanzlerin zum Beispiel. Mitte März hatte sie sich endlich in ihre vierte Regierungskoalition gequält. Die Hoffnungen, Union und SPD hätten sich auf mehr geeinigt als die größte anzunehmende Notgemeinschaft (GröNo), lag zwar kaum messbar über Null. Aber irgendwie glaubt man ja immer an das Gute nicht nur im Menschen, sondern sogar im Politiker.

Jetzt sind wir schlauer. Das Kabinett Merkel IV kriegt mit gewaltigem Getöse was noch mal genau auf die Reihe? Richtig: Nichts. Nada. Null. Wochenlanges Getöse um Flüchtlingen an den bayerischen Grenzen. Danach der Auftritt diverse sächsischer Knallchargen und der des lustigen Verfassungsschutzchefs Maaßen, nach denen man sich wirklich fragen musste, vor wem man diesen Staat eigentlich als allererstes schützen muss.

Auch die Causa Maaßen war ja im Kern nichts anderes als die nächste Episode der unendlichen Flüchtlingsdebatte. Und unsere GröNo? Spielt dieses Spiel immer weiter, fort und fort. Als wenn sonst nichts los wäre. VW und andere können lügen und betrügen, und die Zeche zahlt der Dieselfahrer, der Frankfurt und andere Städte jetzt aus seinem Navi löschen kann. Die Rente ist weiterhin sicher – sicher kaputt. Unsere Grundschulen sind absolut am Limit. Die Bahn ist fast pleite, Wohnen in den Städten wird immer teurer. Und Frau Merkel? Springt nur über jedes Stöckchen, was Herr Seehofer ihr hinhält. Während die SPD sich nicht traut, aus einer GröNo auszutreten, in die sie nie hätte eintreten dürfen. Stattdessen macht sie einen unbezahlbaren Vorschlag nach dem anderen. Das führt zwar auch nicht zu praktisch umsetzbarer Politik, soll aber jedem, der noch irgendwas von dieser Trümmertruppe erwartet, signalisieren „Hey, wir sind unschuldig. Wir können doch nichts dafür.“

Frau Merkel und alle anderen können sich beim lieben Gott der Wirtschaftsgeschichte bedanken, dass im Gegensatz zum Missmanagement der GröNo wenigstens ökonomisch der Laden weiterhin brummt.

Besonders sauer kann man bei der Vorstellung werden, dass man das alles hätte anders haben können. Nicht wahr, Herr Lindner? Sind sie zufrieden? Und was zahlt Ihnen der Gauland eigentlich dafür, dass Sie ihm den Tank für die nächsten Jahre gefüllt haben?

Aber wir glauben ja wie gesagt an das Gute. Deshalb glauben wir jetzt auch ganz fest daran, dass nach den Landtagswahlen im Oktober Frau Merkel in Berlin endlich so richtig Gas geben … Moment bitte, das Telefon klingelt.

Donald, altes Toupet-Imitat. Du willst das übernehmen in Berlin? Hm. Ganz ehrlich – warum nicht? Viel schlimmer kann es kaum mehr werden. Aber nur, wenn du uns die ganzen Schrott-Diesel abkaufst und deinen Twitter-Account in sichere Hände gibst. Also nicht die vom Verfassungsschutzchef oder was von ihm übrig ist.

Das war‘s dann wieder – bis nächste Woche.

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