Facebook schlägt zurück

Es gibt Wochen, in denen leistest du Abbitte. Bei Sigmar Gabriel.

Der alte SPD-Egomane ist ja auch an dieser Stelle des Öfteren verbal vermöbelt worden. Mit Recht. Und trotzdem hat er auch recht gehabt. Zumindest einmal. Nämlich als er seiner eigenen Partei ins Stammbuch schrieb, man müsse öfter dahin gehen, wo es knallt und stinkt. Wo es minimal realer und stressbeladener zugeht als, sagen wir mal, in einem Burnout-Seminar für Standesbeamte in Bad Salzschlirf.

Ins wahre Leben also. Und das tobt – nicht erst seit dieser Woche, aber seit der Datenklau-Affäre verschärft – auf Facebook. Oder sollte man besser sagen in Facebook? Oder bei Facebook? Schauen wir uns das einmal genauer an.

In Facebook: Die blaue Datenkrake, die Sozialverhalten auf Teufel komm raus zu Geld macht, hat, weil sie eben so schrankenlos konstruiert ist, es finsteren Menschen-Manipulateuren ermöglicht, entsprechende Botschaften zu platzieren. Ob das eine Wahl entscheidet oder nicht – wer weiß das wirklich? Dass ein Kreuzchen an der Urne aber schwerer wiegt als die Kaufentscheidung für ein formschönes Plastikblumen-Set, dürfte zumindest außerhalb von Facebook noch unstrittig sein.

Bei Facebook: Der Mark hat sich entschuldigt. Sie wissen schon, der Mark, der oben auf seinem Berg voll Geld wohnt und uns allen immer zuckersüße Botschaften sendet: „Ich liebe Euch alle – und das, was ich über Euch weiß, noch viel mehr.“ Na jedenfalls tut es dem Mark ganz doll leid, was da passiert ist. Vor allem, dass die Nummer mit den geklauten Daten aufgeflogen ist.

Bei Facebook ist das immer ganz einfach: Ein Knopfdruck, und ein Mensch und seine Meinung ist weg. Echt lästig, dass es auch noch dieses reale Leben gibt, wo Menschen einfach das tun, was sie wollen. Der Mark soll ziemlich sauer sein.

Dass der Mark deshalb jetzt an einer Software forschen lässt, die so etwas Unsoziales wie unkontrollierbare Meinungsäußerungen verhindert, bevor es passiert, ist aber nur ein übles Gerücht, das wir hier sofort teilen.

Na jedenfalls haben wir uns gewaltig erschreckt. Darüber, dass man uns mit Marks Datenberg tatsächlich manipulieren will. Und vielleicht sogar kann. Deshalb heißt die neueste Bewegung nun „Raus aus Facebook“. An der Stelle kommt nun Siggi, die alte Kampfsau, ins Spiel. Feigheit hat noch nie etwas verändert. Man muss dahin gehen, wo es knallt und stinkt. Na, klingelt‘s? Richtig, Facebook. Drin bleiben. Verstehen, was da los ist. Und solange Hase und Igel mit der Datenschleuder spielen, bis sie ein Schleudertrauma bekommt. Und ihre Daten ungefähr noch eine Erkenntnistiefe haben wie eine Gebrauchsanweisung für kasachische Toaster. DAS ist cleveres Verhalten. Einfach so guerillamäßig diesen Berg von innen abtragen.

Also, los geht‘s: Facebook ist in Wahrheit nichts anderes als … brschnix … rausch … asdfjklö … was ist denn jetzt auf einmal mit der Tastatur los? Nochmal: Facebook ist einfach … bzzzzzzzzzzzzzzz.

Das war‘s mal für diese Woche hier. Ich habe Euch alle ganz doll lieb. Vielleicht bis nächste Woche. Euer Mark.

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