Es gibt kein Bier in Berlin

Es gibt Wochen, in denen kommt es zum Showdown.

Weil Donald „Make America Crazy Again“ Trump beschlossen hat, Deutschland zu besuchen. Diese Nachricht hat in Berlin sofort zur Bildung einer Arbeitsgruppe geführt, die das offizielle Programm ausarbeiten soll. Wie immer haben wir keine Kosten und Mühe gescheut, um hier weltexklusiv über den Stand der Dinge berichten zu können.

Einschweben wird Trump nicht im popeligen Tegel, sondern auf dem neuen BER. Der ist dann zwar immer noch Baustelle, aber nur so lange noch, bis der größte Präsident seit dem letzten wieder abschwebt. Kopilot Chuck Norris wird die Fertigstellung binnen zwei Tagen höchstpersönlich überwachen.
Ein wenig komplizierter gestaltet sich da schon die Speisekarte des Festbanketts. Ganze Schiffsladungen des US-Beefs, das wir ja jetzt alle essen sollen, um weiter in den USA Autos verkaufen zu dürfen, wollen irgendwie verarbeitet sein. Dass Wirtschaftsminister Altmaier zu diesem Zweck bis zum Diner drei Wochen lang nur Wasser und Brot bekommen soll, ist ein Gerücht, auf das wir hiermit mit einer Coke Magnum Extra anstoßen.

Auch nicht ganz einfach ist die Auswahl des Gastgeschenks. Das Protokoll schwankte lange zwischen dem Nolde, der jetzt imKanzleramt abgehängt werden musste, und einer Schnitzeljagd zum Bernsteinzimmer, die der diensthabende Praktikant unter der Überschrift „Die Spur führt schon wieder nach Moskau“ schnell konzipiert hatte. Am Ende aber entschied man sich für eine Landkarte mit deutschen Überseebesitzungen. Der Donald ist ja gerade auf Einkaufstour. Tsingtao etwa wäre ein echter Schnapper, und da gibt es auch noch gutes Bier. Wenn das mal keine Offerte ist. Ganz anders als diese unelastischen Dänen. Moment bitte, das Telefon klingelt.
Donald, altes Erdkunde-Monster. Wie meinen? Die NSA hat hier wie immer mitgelesen? Und die Chinesen waren echt sauer, als ihr das Kaufangebot nach Berlin geschickt habt? Na ja, für Tsingtao gibt es seit 1914 so eine Art Nachsendeauftrag nach Peking. Muss man halt wissen. Schon eine brilliant woman, die Angie. Die Alphamännchen sind jetzt eine ganze Weile schön beschäftigt. Miteinander.

Kommen wir also nun beruhigt zur beliebten Kategorie „Wir wären auch so gerne Alpha, sind aber leider zu irre“. Matteo Salvini zum Beispiel. Quasi schon Regierungschef, jetzt wird er wieder regiert. Das ist tendenziell lustig und langt für Platz drei. Boris Johnson ist schon weniger lustig, haut aber mit der Entmachtung des britischen Parlaments einen Demokratiestopper raus, der solide zu Platz zwei führt. Aber auch der enthemmte Wischmopp hat keine Chance gegen die SPD. Nachdem deren weibliches Spitzenpersonal reihenweise kneift, Kevin Kühnert lieber gemütlich Recht hat als ungemütlich Verantwortung, will es jetzt Jan Böhmermann als Vorsitzender richten. Und dafür sogar in die Partei eintreten. Das ist nur noch traurig. Der Donald und der Boris killen die Parteien von außen, bei uns erledigen sie das selbst – von innen. Platz eins, mit Abstand.

Das war‘s dann wieder – bis nächste Woche.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>