Eine Partei auf drei Pötten

Es gibt Wochen, in denen bekommt man Klarheit – selbst wenn man sie so klar gar nicht haben wollte.

Über die SPD zum Beispiel. Sie ist bekanntlich alt genug, um zu wissen, was sie tut. Auch wenn das weiterhin mit Vollgas Richtung Selbstzerstörung führt. Ist ein freies Land.

Raus aus der GroKo oder drin bleiben – die ach so neue Parteispitze agiert nach dem altbewährten Motto „Was geht uns unser Geschwätz von gestern an?“ Ach nee, so ernst war uns das gar nicht mit dem Austritt. Lieber drin bleiben. Ist ja auch blöd bei aktuellen Umfragewerten von dreizehn Prozent. Da verliert ja fast die Hälfte von uns warme Sessel, äh, sorry, ich meine natürlich Möglichkeiten der politischen Einflussnahme auf dieses Land im Sinne der Sozialdemokratie.

Ganz ehrlich, liebe SPDler: Ihr wundert Euch jetzt nicht wirklich darüber, dass Euch demnächst garantiert gar niemand mehr wählt?

Der Preis für besonders gelehriges Aufsaugen der Kardinaltugenden Spiegelfechterei, Doppelzüngigkeit und angewandte Mitgliederverar… gebührt in diesem Zusammenhang zweifellos Kevin Kühnert. Sie wissen schon, der lustige Juso-Vorsitzende, der sich jahrelang als einsamer Wanderprediger gegen die GroKo inszenierte und sie jetzt ob ihrer Warme-Sessel-Funktion, äh, sorry, ich meinte natürlich ob ihrer Möglichkeiten der politischen Einflussnahme im Sinne der Sozialdemokratie lobpreist. Lieber Herr Kühnert: So alt, wie Sie gerade aussehen, möchte ich nie werden. Derart rücksichtslos für eine einzelne Karriere planiert zu werden – das hat niemand verdient. Weder die SPD noch Olaf Scholz.

Wobei: Irgendwie scheint gerade noch eine weitere politische Kardinaltugend Konjunktur zu haben, nämlich die, zunächst Schlagzeilen in Orchesterlautstärke zu produzieren, um dann, wenn es zum Schwur kommt, nur noch fiepsig auf dem Kamm zu blasen. In der Fachliteratur wird das als „Friedrich-Merz-Syndrom“ bezeichnet.

Mächtiges Gedröhne verursachen hingehen die Motoren der Dienstwagen beim verlängerten Arm der Sozialdemokratie zur Selbsthilfe der Arbeiterschaft. Klar, das soziale Elend greift immer schneller um sich. Da kannst du als barmherziger Awo-Funktionär nicht auf drei Pötten gegen anknattern. Nein, um die Bedürftigen zu retten, brauchst du schon 400 PS. Das einzige, was dabei dann auf der Strecke bleibt, ist das Klima. Aber hey, selbst so ein grundanständiger Arbeiterwohlfahrer kann nun wirklich nicht alles gleichzeitig retten.

Also Vollgas Richtung … Moment bitte, das Telefon klingelt. Donald, alter Bleifuß. Wie meinen? Du willst SPD-Chef werden, weil dein jetziger Job nicht mehr sicher ist? Das würde ich mir gut überlegen. Der aktuell verfügbare SPD-Chef sammelt quasi manisch CDs mit Daten von Steuersündern. Da sind bestimmt auch deine dabei. Er stellt sie dem US-Senat gerne persönlich zu.Per Expresskurier, mit 400 PS.

Das war’s dann wieder – bis nächste Woche.

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