Abbruch im Weißen Haus

Es gibt Wochen, die sind absolut erhellend. Zum Beispiel, wenn bestimmte Personalien ruchbar werden. Sigmar „Platz da, jetzt komm ich“ Gabriel etwa soll oberster Autolobbyist dieses Landes werden. Das ist in gleich doppelter Hinsicht bemerkenswert.

Zum einen, weil es der Autobranche entweder immer noch nicht schlecht genug geht oder weil ihr Image mittlerweile so auf drei Pötten läuft, dass außer angeranzten Universalrampensäuen keiner mehr für den Job zu kriegen ist. Nach Dieselgate und dem Verschnarchen von Elektrifizierung und Digitalisierung täte den Blech-Bossen cooler Aufbruch ganz gut. Robert Habeck in industriekompatibel oder so. Aber jeder, der diesem Profil auch nur annähernd entspricht, lässt sich ja derzeit lieber mit einem akkugepufferten Kamel fotografieren als mit einem Auto. Der Siggi war halt grad frei. Aufbruch kann er nicht so gut, dafür aber Umbruch, Abbruch und Durchbruch.

Zunächst aber mal ein kurzer Schwenk zur SPD. Sie wissen schon, diese frühere Partei der kleinen Leute, die einem nur noch leid tun kann. Früher als vaterlandslose Gesellen gebrandmarkt, zerreiben sie sich heute so sehr fürs Mutti-, sorry, Vaterland, dass bald nichts mehr von ihnen übrig ist. Und jetzt nimmt ihr Ex-Chef Siggi in Zeiten des Klimawandels einen solchen Schmierölbonzen-Job an. Das brauchst du wie ein SUV Gewichtsbegrenzungen.

Als erste Maßnahme will der Siggi angeblich … Moment bitte, das Telefon klingelt. Donald, alter Kolbenfresser. Wie meinen? Im Weißen Haus gibt es einen Durchbruch in einer Wand, der vorher nicht da war? Ja dann lass die Hütte doch mal reparieren. Bin ich der Immobilienhai oder du?

So, wo waren wir stehengeblieben? Ach so, wie die SPD wieder stabil zweistellig … Entschuldigung, schon wieder das Telefon. Donald, was ist denn los? Wie meinen? Durch dein Büro im Oval Office tobt ein Bulldozer im Anzug und führt es systematisch dem Abbruch zu? Hm, hättest den Kim aus Nordkorea halt doch nicht so viel ärgern sollen. So, und jetzt sieh zu, dass du mal fünf Minuten alleine klar kommst.

Also, die SPD. Sie muss … Himmel, jetzt langt‘s mir aber. Donald, ich bin nicht deine Nanny, kapiert? Oh, hallo, Herr Gabriel? Ach Sie waren das im Oval Office? Also wenn Sie jetzt eine Versicherung brauchen, fragen Sie bitte den Maschmeyer. Mit dem habt ihr Sozis es doch sonst bei jeder Gelegenheit. Wie meinen? Sie haben das Thema Strafzölle auf deutsche Autos mal eben einem Umbruch zugeführt? Die sind jetzt vom Tisch und der Donald tut das garantiert nie wieder? Jetzt bin ich noch platter als meine Vorstellung von Sitte und Anstand, Sie betreffend.

Am Ende war das alles also ein genialer Plan? Nein, Gewalt ist keine Lösung. Aber Chuzpe. Manchmal. Der Siggi jedenfalls, der hätte dem Donald sogar noch eine Schutzzone auf den Fluren vor seinem Büro verkauft, wetten? Als er noch Außenminister war. Sein Nachfolger verkauft ja bloß erst sich und dann uns …

Das war‘s dann wieder – bis nächste Woche.

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