Steht ein Präsident im Wald…

Es gibt Wochen, in denen regiert gefühlt der Bankrott.

Im US-Wahlkampf etwa. In dem droht dem größten Manager aller Zeiten doch glatt das Geld auszugehen. Ist eine alte Tradition bei ihm: Als Immobilienmagnat konnte sich Donald Trump nur aufpumpen, weil er massiv Kohle von Daddy geerbt hatte. Die ist bis heute auch nicht mehr geworden, im Gegenteil. Diverse Beinahe-Pleiten später surft Donald der Dealmaker weiter mit dem Spielgeld durch die Welt, was andere ihm geben. Warum sollte das ausgerechnet im Wahlkampf anders sein? Deshalb scheibt er jetzt Bettelbriefe an seine Anhänger. Und beschimpft jeden, der das reportiert, trotzdem als Lügner. Alles wie gehabt also in … Moment bitte, das Telefon klingelt.

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Die Trauer der Tröten

Es gibt Wochen, in denen blätterst du zurück.

Ins Jahr 1951 zum Beispiel. Damals druckte die „Welt“ eine Karikatur von Mirko Szewczuk. Folgenden Inhalts: Neben einer Fachwerk-Stadt steht eine verhärmte Flüchtlingsfamilie. Aus Fenstern und Türen der Häuser quellen die – vom Wirtschaftswunder schon wohlproportionierten – Extremitäten der Bewohner. Unterschrift der Karikatur: „Kein Platz, alles besetzt.“

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In die Wüste mit Nowitschok

Es gibt Wochen, die sind vor allem berühmt.

Weil wir ja alle in Zeiten leben, in denen man berühmter wird, je mehr man dafür berühmt ist, berühmt zu sein. Wenn das gut läuft, bekommt die Welt dadurch eine Greta Thunberg, wenn es egal ist eine Meghan Markle, wenn es übel wird einen Donald Trump. Es besteht weitgehende Einigkeit darüber, dass das einzig wahre Bürgerkriegsrisiko für die USA kein erstrebenswertes Role Model für alle ist, die es auch in die Politik zieht.

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Mut zur Lücke

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Freiheit für Kirmesboxer

Es gibt Wochen, in denen erledigt sich manches und mancher von selbst. 

Andreas Kalbitz zum Beispiel. Was hatte der Mann nicht alles bislang schadlos überstanden. Beobachtung durch den Verfassungsschutz, Rauswurfversuche seiner eigenen Partei, der auf einmal rührend um Rechts-Staatlichkeit besorgten AfD, und und und. Alles wirkungslos. Der Mann  grinste einfach weiter über seine randlose Brille, die man auf himmlisch alten Bildern schon einmal zu sehen geglaubt hat. Bis er selbst einen rechten Wirkungstreffer landete.

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Entspannt in den Untergang

Es gibt Wochen, in denen lässt man seine Fantasie schweifen.

Nach Nova Scotia, Kanada, zum Beispiel. Bislang eine der eher unauffälligeren Provinzen des Riesenlandes. Ganz im Osten gelegen, kein Punkt weiter als 50 Kilometer vom Meer entfernt. Dem Meer, an dessen anderem Ende Europa liegt. Wie gesagt, alles ganz beschaulich bislang.

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Geschichte wird gefärbt

Es gibt Wochen, die sind ziemlich haarig.

Weil urplötzlich Fotos von Donald „Make America Orange Again“ Trump im Internet kursierten, die ihn mit grauem Schopf zeigten. Der Erste, der jetzt sagt „Das war die vermutlich klügste Entscheidung seiner bisherigen Präsidentschaft“, gewinnt ein Wellness-Wochenende in Guantanamo.

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König Olaf von München

Es gibt Wochen, in denen ist alles zu spät.

Zu spät etwa, um an Zufälle zu glauben. Es war kein Zufall, dass am 5. März 2020 offenbar, wie aus guter Quelle verlautet, Paragraf 122 Absatz 2 der bundesdeutschen Finanzgerichtsordnung zur Anwendung kam. „Juhu“ hüpft das Steuerzahlerherz jetzt vor Freude, geht es der kalten Progression an den Kragen? Oder den Hütchenspielern von Wirecard? Nein, es geht um unser aller Rente. An der ist bekanntlich sicher, dass sie immer weniger abwirft. Und jetzt noch dieser Paragraf …

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Augen auf beim Löschangriff

Es gibt Wochen, in denen geht zwar nicht alles zu Ende, aber manches.

Das Schuljahr zum Beispiel. Ein Schuljahr, in dem man vor allem als Eltern die eine oder andere Erfahrung machte. Unter anderem die, dass man sich entweder als zu blöd oder als einfach nur bockig einstufen lassen musste. Nur weil man nach dem bisschen wirtschaftlichem Weiterfunktionieren unter Coronabedingungen und der damit verbundenen fiskalischen Absicherung des Staatsapparates es einfach nicht auch noch auf die Reihe bekam, dem Nachwuchs Vektorrechnung, die Brechtsche Verfremdung oder den Zitronensäurezyklus einzutrichtern. Und das, wo der liebe Nachwuchs eigentlich seit dem Lockdown im März lieber geschlossen den Leistungskurs „Angewandte Freizeitgestaltung“ belegt hätte.
Nein, da muss man wohl einfach mal ein bisschen herunter kommen von seinem Anspruchsdenken in Richtung Apparat. Und zu kleinlich sein sollte man dann auch nicht, wenn Teile des lehrenden Apparats sich selbst attestfrei zur Risikogruppe erklären und dann die eigenen Kinder zuhause mit dem Zitronensäurezyklus vertraut machen. Win-Win gibt es eben nicht für jeden, da hilft am Ende nur das gute alte „Augen auf bei der Berufswahl“.

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Ein doppeltes T. ist ziemlich Banane

Es gibt Wochen, in denen geht es einfach um die Wurst.

Okay, das ist jetzt eine zwar nahe liegende, aber letztlich doch billige Überleitung zu den famosen Produkten des noch famoseren, kreuzbraven westfälischen Mittelständlers T. Eigentlich ist das keine Discounter-Kolumne hier, aber manchmal muss man eben nicht nur im Fußball auch dahin gehen, wo es wehtut. Immerhin, ganz eindeutig Premium sind einige Fähigkeiten, über die der Herr T. aus R. offensichtlich verfügt. Anders wäre es nicht zu erklären, dass man aus so unterschiedlichen Zutaten wie Massenunterkünften, ausbeuterischen Anstellungsverträgen und Preisdrückerei bis die Sau quietscht edelste Ware zusammensägen und -rühren kann. Das kann nicht jeder.

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