Wind of Blackout

Es gibt Wochen, in denen bekommst du ein Fax auf den Schreibtisch.

Ein Fax. Ein Stück Papier. Von Christian Lindner. Dem digitalen Oberchecker der deutschen Spitzenpolitik. Auf dem Papier steht, was er im Dialog mit einer der Redaktion namentlich bekannten ehemaligen Mühltaler Bürgermeisterin einer Jamaika-Koalition hinterhergerufen haben will. Oder auch nicht.

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Was Wählers Wille womöglich wollte

Es gibt Wochen, die sind einfach groß.

Koalitionär gesehen. „Die Leute wollen, dass das Land funktioniert“, sagt Angela Merkel. Ja. Es muss ja irgendwie weitergehen. Ob aber mit denjenigen, die jetzt dreieinhalb Monate gebraucht haben, um sich wenigstens unverbindlich zu verloben, sei dahingestellt.

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Unsere Lieblingslieblinge

Es gibt Wochen, in denen muss man Bilanz ziehen.

Die Bilanz eines Jahres, in dem sich auch in dieser kleinen Kolumne viele Lieblinge ganz groß hervorgetan haben. Jetzt also der Jahresrückblick der Lieblinge für 2017, wie immer völlig sachlich, freundlich und gerecht.

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Wo es noch Menschen gibt

Es gibt Wochen, in denen ist Weihnachten. In denen macht sich der Weihnachtsmann auf, um Geschenke zu verteilen. Er fängt in den USA an. Youngstown, Ohio, verrostete Industrieruinen. Er klingelt an einer Tür und – wird mit Gebrüll empfangen. Er solle verschwinden. Weiterlesen

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Frauen sind das Böse

Es gibt Wochen, in denen suchst du Vorbilder.

Vorbilder wie Roy Moore. Sie wissen schon, dieser grundsympathische Parteigänger von Donald Trump, der jetzt bei der Senatswahl in Alabama unterlegen war. Das sehen zumindest diejenigen so, die die vier Grundrechenarten beherrschen.

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Einstein war Eisenbahner

Es gibt Wochen, in denen versuchst du, dich zu erinnern.

Wie war das eigentlich in der Schulzeit? Um 7.14 Uhr kam der Zug, der dann zwölf Kilometer durch Wind und Wetter fuhr. Ich kann mich nicht daran erinnern, wegen der Bahn jemals die erste Stunde verpasst zu haben. Und das bei Mathe am Montag. Weiterlesen

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Globale Raumdeckung

Es gibt Wochen, in denen schaut man in die Zukunft.

Nach 2018. So lange wird es ja eh dauern, bis sich unsere Politikdarsteller in Berlin zu irgendwas Regierungsähnlichem zusammengerauft haben werden. Das verschafft uns Zeit für die wirklich wichtigen Themen. Fußball zum Beispiel.

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Die Makrone vom Rhein

Es gibt Wochen, in denen muss man Abbitte leisten.

Abbitte für das, was man angerichtet hat. So als Wähler. Wie können wir so dreist sein, einfach das zu wählen, was wir wollen? Immer in der Annahme, dass die gewählte Kandidatenriege damit nicht nur zurechtkommen wird, sondern auch tatsächlich will?

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Mehr Sidolin – für Würde und Anstand

Es gibt Wochen, in denen könnte man bestimmte Themen einfach fortschreiben.

Bei der Berliner Polizei etwa: Man sagt ihr ja nach, dass sie von bestimmten Clans gezielt unterwandert werde. Und wie in den alten Mafiafilmen haben diese Unterwanderer angeblich richtig fiese Tricks drauf: Sie halten bestimmte Mitglieder der Familie straffrei, damit da nicht schon beim Einstellungstest unnötig rumdebattiert werden muss.

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Nullen unter sich

Es gibt Wochen, in denen könnte man sich in Rage schreiben.

Die Wirtschaftsweisen korrigieren die Wachstumsprognose katapultartig nach oben. Auch die Steuerschätzer lassen sich nicht lumpen und prophezeien der öffentlichen Hand zum gefühlten 294. Mal hintereinander Rekordeinnahmen. Geld ist in diesem Land also vorhanden.

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