Willkommen in der Scheiße!

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Senckenberg reloaded: Ein Forscher tappt in den Elefantenhaufen.

Im Grunde haben wir es seit Bernhard Grzimek schon immer geahnt: Afrika-Forscher werden von Nashörnern gejagt, von wilden Tieren veräppelt und tappen unentwegt in Elefantendung. Und damit herzlich willkommen zu „Kalimambo“, der würdigen Premiere unseres Spiele-Blogs.

Es gibt Spiele, bei denen man sich nach wenigen Sekunden Schmökern in der Anleitung fragt, was der Erfinder da wohl geraucht haben mag. Und ob man davon nicht bitteschön auch etwas haben könnte. „Kalimambo“ von Antonio Scrittore ist so eines. Unsere Helden sind drei bis sieben Forscher, die in der afrikanischen Savanne die Qual der Wahl haben: Sollen sie nun freiwillig in die – pardon –   Elefantenscheiße latschen oder sich doch lieber von Nashorn Mambo aufspießen lassen? Minuspunkte gibt es in beiden Fällen. Oder wollen sie von Kali, der unbekannten Spezies, überholt werden?

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Verfolgt vom Nashorn: Forschungsgemeinschaft im Einsatz.

„Kalimambo“ lebt von der Schadenfreude, wenn der Nachbar mal wieder in den duftenden Haufen stolpert, während man selbst einer wilden Bestie entkommt. Per Zahlenkarten bestimmt jeder Spieler, wann und ob er überhaupt losläuft. Doch Vorsicht: Wer an letzter Position ist, wird von Mambo gerammt. Aber weil auch Kali und die Gegner unterwegs sind und ihre Zahlenkarten ausspielen, bleibt vieles dem Zufall überlassen. Der Glücksfaktor ist hoch, der strategische Anspruch minimal – und trotzdem macht „Kalimambo“ Spaß, was nicht zuletzt an den liebevoll gestalteten Spielfiguren und der kurzweiligen Anleitung liegt. Für Kinder ein echtes Vergnügen – lustige Sprüche sind fast garantiert.

Das gibt vier Punkte.Fazit: Ein schönes Absackerspiel für den Abschluss eines Spieleabends. Als Hauptprogramm gibt es aber Anspruchsvolleres.

Eckdaten: 

Kalimambo, für 3-7 Spieler, Zoch-Verlag, knapp 20 Euro

Alter: Für Kinder ab 8 Jahren. Und für betrunkene Kinder ab 35 Jahren.

 Dauer: zirka 30 Minuten

Anleitung: kurz und leicht verständlich

Spielmaterial: ein Leckerbissen – trotz der fast mannshohen Elefantenhäufchen

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