Wenn Stevie Wonder Architekt wäre

Bei den Mayas ist der Teufel los. Foto: Sirius

Bei den Mayas ist der Teufel los. Foto: Sirius

„Maya” ist schon optisch ein Genuss. Die knallbunten Pyramiden im Regenwald laden förmlich zum Anfassen und Umbauen ein. Der Hingucker des Moskauer Spieleverlags Sirius ist eine der originellsten Neuerscheinungen des Jahres.

Neun prachtvolle Pyramiden haben die Baumeister der Maya mitten im Dschungel errichtet. Leider waren die Architekten und Arbeiter wohl blind: Die Farben der jeweils fünf Stockwerke sind wild durcheinander gemischt. Unsere Spieler schlüpfen nun in die Rolle der Hohepriester: Sie müssen die Pyramidenstufen neu sortieren. Zum Schluss sollten möglichst viele Tempel einfarbig sein. Das ist leichter gesagt als getan: Verändert werden dürfen nur die identischen Etagen jeweils zweier benachbarter Pyramiden. Diese sind für den nächsten Spieler tabu. Gleichzeitig gilt es, durch den Anbau von Treppen die Macht über möglichst viele Pyramiden zu erringen. Haben aufeinanderfolgende Stufen mittlerweile die gleiche Farbe, dürfen sie nicht mehr getauscht werden. Und wem es gelingt, eine einfarbige Pyramide zu erschaffen, darf seinen Priester auf die Spitze stellen – das gibt einen Extrapunkt.

In der Variante für drei Spieler entfallen die Treppchen und die Priester – hier erhält jeder Spieler zwei geheime Auftragskarten, vergleichbar mit dem „Risiko”-Spiel. Er muss nun also beispielsweise den Bau einer roten und einer grünen Pyramide erreichen – sollte sein Ziel aber so gut wie möglich vor den Gegnern verschleiern.

In der Variante für Vier spielen jeweils zwei Hohepriester in einem Team. Sie kennen allerdings nur ihre eigenen Aufträge – nicht die des Mitstreiters.

Das gibt fünf Punkte.Fazit: „Maya” von Andrea Mainini und Alberto Branciari ist ein sehr hübscher Denksport. Streng genommen kauft man gleich drei Familienspiele in einem. Die Varianten für zwei, drei und vier Akteure unterscheiden sich deutlich voneinander. Das Zweier-Spiel leidet ein wenig unter den kleinen, unhandlichen Treppchen – vier Punkte dafür. Das Dreier- und das Vierer-Spiel sind dagegen uneingeschränkt zu empfehlen – fünf Punkte.

Eckdaten:

Maya

2-4 Spieler, Spieleverlag Sirius (hierzulande im Vertrieb von Hutter Trade), zirka 20 Euro

Alter: ab 8 Jahren

Dauer: 20 – 30 Minuten

Anleitung: kurz und leicht verständlich

Spielmaterial: gut

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