Vertikaler Wettkampf

Skyliners. Foto: Hans im Glück

Skyliners. Foto: Hans im Glück

„Skyliners“ entführt in die Welt der Wolkenkratzer. Vor allem im New York der 30er Jahre schossen die Himmelsstürmer wie Pilze aus dem Boden. Gabriele Bubola hat daraus einen hübschen Wettkampf entwickelt.

Jeder Spieler schlüpft in die Rolle eines Baumagnaten. 25 Bauplätze stehen auf einem 5×5-Raster zum Befüllen bereit. Hier können die Teilnehmer abwechselnd ihre Klötzchen platzieren – jeder hat 12 Stockwerke, 2 Dächer und einen Park. So entwickelt sich nach und nach eine Stadt. Das Problem: Alle verfolgen ganz unterschiedliche Ziele. Zunächst sind da unterschiedliche Auftragskarten: Wer es schafft, das höchste Gebäude in seinem Zielquadranten unterzubringen, erhält Extrapunkte. Zudem geben die Spieler vorher verdeckte Tipps ab, wie die Skyline der Stadt später aus ihrer Perspektive aussehen wird. So wünscht sich Spieler A etwa einen besonders hohen Wolkenkratzer eher im Osten, Spieler B dagegen im Zentrum. Immer wieder ergeben sich auf den 25 Baufeldern neue Allianzen oder widerstreitende Interessen. Es lohnt sich also, durchaus mal drüber nachzudenken, welche Ziele die Gegner eigentlich verfolgen – und ob man ihnen nicht gerade ungewollt hilft. In der Fortgeschrittenen-Variante muss man zudem noch abschätzen, wieviele Häuser pro Reihe und Spieler zu sehen sind. Das mag sich jetzt wahnsinnig kompliziert lesen – tatsächlich ist „Skyliners“ ein ausgesprochen einfaches Spiel.

Das gibt fünf Punkte.Fazit: Nicht viele Gesellschaftsspiele experimentieren mit der Dreidimensionalität. „Skyliners“ ist daher eine hübsche Abwechslung für Zwischendurch. Eine Partie dauert nicht allzu lange und bietet genug Gelegenheit für kleine Gemeinheiten. Je mehr Spieler mitmachen, desto größer wird der Glücksfaktor.

Skyliners
2-4 Spieler, Verlag Hans im Glück, 35 Euro
Alter: ab 8 Jahren
Das Spielmaterial ist, passend zum Thema, nüchtern gehalten – und sehr ansprechend.
Anleitung: gut

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