Unter Eisenbahnern und Verrückten (2)

Foto: Lotte SchülerLotte Schüler über das „Gathering of friends” bei Alan R. Moon:

Zurück am Computer für neue Gruesse vom Gathering, wo sich fast 400 Spieleverrückte aus aller Welt zum Spielen, Spielen, Spielen treffen. Man trifft hier vom Postboten bis zum Nasa-Experten alles an Berufen, was man sich denken kann. Viele IT-Experten natürlich, die auch in Deutschland eine besondere Vorliebe für komplexe Spiele zu haben scheinen. Hier ist gerade Marco Polo” aus dem Hans-im-Glück-Verlag beliebt. Wieder einmal geht es darum, Handelsaufträge zu erfuellen. Aber das ist noch gar nichts gegen taktische Schwergewichte wie „Kanban” (Autoproduktion) oder „Madeira” (Siegpunkte durch geschickte Kombi von Aktionen und zu erfuellenden Aufträgen). Daneben gibt es auch lustige Pokerrunden – ohne echtes Geld -, Turniere und Spiele, bei denen Erwachsene laut johlend zu Kindern werden und mit Chips werfen.

Eins der deutschen Spiele, die ebenfalls viel Beachtung finden ist „Aquasphere” von Stefan Feld. Dabei begeben sich die Spieler auf eine Reise mit dem Unterseeboot, bei dem sie mit Wissenschaftlern ihre Aktionen programmieren und mit kleinen Robotern diese Aktionen ausführen – alles für Siegpunkte natürlich. Doch die ewig knappen Ressourcen optimal einzusetzen, ist knifflig. Zu den Kultspielen gehört „Die Macher” von Karl-Heinz Schmiel. Das simuliert Wahlkampf und Wahl für Landtag und Bundestag, dauert locker mal fünf Stunden, die aber nie langweilig werden. Erschreckend wirklichkeitsgetreu sind dabei Bestechungen unter der Hand, Medienkontrolle und das Anpassen des eigenen Parteiprogramms an Volkes Meinung.

Sorry, die “Pflicht” ruft. Ein wichtiger Punkt ist auch das Testen von Prototypen neuer Spiele, bevor diese produziert werden. Und gleich geht so eine Runde los, bei der ich eingeladen bin. Selbstvertändlich darf ich nicht über Details des Spiels berichten. Aber ein bisschen über das, was wahrscheinlich im Herbst neu erscheinen wird, kann ich schon verraten – beim nächsten Mal.

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