Tanz auf dem Vulkan

 
Reif für die Insel: Santa Cruz

Reif für die Insel: Santa Cruz

„Santa Cruz” habe ich erstmal überhaupt nicht verstanden. Ich fand die Anleitung verwirrend, die Regeln wenig einleuchtend, und eine vielversprechende Strategie wollte mir schon gar nicht einfallen. Kurzum: Ich habe mit Pauken und Trompeten verloren. Das Spiel hat aber durchaus eine zweite Chance verdient. Dann macht es sogar richtig Spaß.

Santa Cruz ist eine ziemlich unwirtliche Insel – mittendrin ein mächtiger Vulkan, umringt von Urwald, Flüssen und Straßen. Zwei bis vier Abenteurer müssen das Eiland besiedeln – ohne zu wissen, wo sie dort gelandet sind. Für die Unsicherheit sorgen verdeckt liegende Plättchen. Ob an ihrer Stelle ein Leuchtturm entsteht, eine Kirche oder ein Haus, erfahren die Siedler erst nach ihrer Landung. Ein bisschen Glück gehört also dazu.

Jedes dieser Gebäude ist Siegpunkte wert, zusätzlich dazu gibt es bisweilen Rohstoffe wie Gold, Zucker und Holz sowie eine Schafs- oder Fischzucht. Und jeder Spieler kann auch noch Wertungen ausspielen. So erhalten die besten Goldsucher und die eifrigsten Häuslebauer weitere Punkte – wenn nicht vorher ein Vulkanausbruch ihre Felder zerstört. Es führen also gleich mehrere Wege zum Sieg – und es kann durchaus eine Weile dauern, bis man diese erkennt.

„Santa Cruz” von Marcel-André Casasola Merkle ist grafisch sehr hübsch gestaltet, die Spielfiguren und Karten sind hochwertig. In der Spieleanleitung ist jeder Schritt zwar gut bebildert – auf eine einleitende Erklärung wurde allerdings verzichtet. Das ist gewöhnungsbedürftig.

Das gibt vier Punkte. 

Fazit: Ein nettes Entdeckerspiel, das erst beim zweiten Versuch so richtig überzeugt. Die Spieler sollten ihre Gegner genau beobachten – ein gutes Timing beim Aufdecken der Wertungskarten ist der halbe Sieg.

Eckdaten:

Santa Cruz

2-4 Spieler, Verlag Hans im Glück, zirka 25 Euro

Alter: ab 8 Jahren

 Dauer: zirka 45 Minuten

Anleitung: gut bebildert, wirkt aber sehr kleinteilig und unruhig

Spielmaterial: sehr gelungen

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2 Antworten auf Tanz auf dem Vulkan

  1. Hallo,

    das entscheidende fehlt aber in dieser Rezension: in einer Partie werden zwei Durchgänge gespielt. Während man bei ersten wirklich wenig von der Insel weiss, wird der zweite Durchgang dann mit den aus dem ersten Durchgang offen liegenden Siedlungsplättchen gespielt. Und: Man darf sich den Kartensatz und die Wertungskarten eines Mitspielers wählen, vielleicht schafft man ja so mehr Punkte als im ersten Durchgang. Allerdings muss man die erste Partie wirklich zum reinen Kennenlernen spielen, damit man dann in der zweiten auch weiss, welchen Kartensatz man wählen will und wo es ungefähr was an Punkten zu holen gibt.

  2. ktheck sagt:

    Hallo Michael, stimmt, es gibt zwei Durchgänge. Bei unseren bisherigen Spielen war’s allerdings immer so, dass die Reihenfolge nach Durchgang eins auch dem Endergebnis entsprach. :-)

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