Spieler mit Ausdauer

Lotte Schüler ist wie jedes Jahr beim nordamerikanischen Spieletreffen “Gathering of Friends”, Teil 4:

Der Marathon-Spieler: Rick von Horn bevorzugt die stundenlangen Abenteuer. Foto: Lotte Schüler

Der Marathon-Spieler: Rick von Horn bevorzugt die stundenlangen Abenteuer. Foto: Lotte Schüler

Ein weiterer Stammgast ist Rick von Horn. Rick ist leidenschaftlicher Spieler, je komplexer, desto lieber. Heavy Games heisst die Kategorie seiner Lieblingsspiele, wozu auf jeden Fall “Mombasa”, gehoert, “Dilluvia Project” und “The Gallerist”. Bei den beiden letzteren kann man locker mit vier Stunden heftiger Planung und trickreichen Aktionen rechnen. Gerade spielen wir “Yedo”, das ebenfalls lange dauert und viel Planung erfordert. Leider geschieht immer wieder Unvorhersehbares und haut die beste Planung kurz und klein. Sowas kann witzig sein, aber nicht vier Stunden lang. Und am Ende gewann ein Mitspieler, nur weil der eine bestimmte Karte zog.

Auch Rick stammt aus einer spielenden Familie. Er sei ehrgeizig, meint er, das käme seiner Leidenschaft für spielerisches Kräftemessen entgegen. Im College habe er Kriegsspiele gemocht, also jene legendären sogeannten “Avalon Hill Games” um vergangene oder künftige Schlachten. Rick ist auch Fan von “Magic the Gathering” (taktisches Sammelkartenspiel) und von sogenannten Live-Rollenspielen, bei denen die Mitspieler wie in einem Theaterstück eine Rolle übernehmen, aber ohne vorgegebenes Textbuch und in der Regel eine Aufgabe zu erfüllen haben.

“Siedler von Catan” sei für ihn der Einstieg in eine neue Welt der Brettspiele gewesen. Diese Art des Spielens habe ihn von Anfang an fasziniert. Er habe bald eine Spielegruppe gefunden und angefangen, Brettspiele zu sammeln. Am Rand bemerkt, er besitzt sogar ein Spiel von Donald Trump, einem der Anwärter auf die amerikanische Präsidentschaft. Dabei handelt es sich um eine Wirtschaftsspiel aus der Zeit, da Trump noch keine politischen Ambitionen hatte – zumindest noch nichts davon verriet. Ich habe nur mal die überdimensionale Spieleschachtel mit dem Konterfei des Milliardärs gesehen – beeindruckend.

In Deutschland ist Rick übrigens auch des Öfteren: Im Herbst kann man ihn als Spieleerklärer auf der großen Messe in Essen erleben. Die Welt der Spieler ist eben doch recht klein.

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