Schüssel-Erlebnis

 

Lokus. Foto: Nürnberger Spielkartenverlag

Lokus. Foto: Nürnberger Spielkartenverlag

Immerhin ist Reinhard Staupe ehrlich: Seine neueste Erfindung, räumt er ein, sei ein echtes „Scheißspiel“. Bei „Lokus“ kämpfen bis zu sechs Spieler um den Eintritt in zwei Toilettenhäuschen. Wer’s schafft, wird mit einer ganz persönlichen Sitzung und einem Putzeimer belohnt. Wer zu spät kommt, muss seine dringenden Geschäfte mit einer Rolle Klopapier hinterm nächsten Busch erledigen.

Neben den beiden Klohäuschen müssen in zwei Reihen Personenkarten ausgelegt werden. Es gibt sie in sechs Farben mit Zahlen von Eins bis Zwölf. Jede Zahl und jede Farbe darf pro Reihe nur einmal vorkommen. Nach fünf Karten wird die Reihe „abgeräumt“: Der Letzte in der Schlange darf auf die begehrte Schüssel. Elf Karten erhält jeder Spieler zu Beginn, danach wird in jeder Runde eine Karte verdeckt ausgespielt. An die Reihen anlegen dürfen allerdings nur die Spieler mit der höchsten und der niedrigsten Zahl; die übrigen erhalten eine Straf-Klorolle.

Der Glücksfaktor bei „Lokus“ ist hoch, denn natürlich weiß man nie, welche Farben und Zahlen die Gegner ausspielen. Mit ein wenig taktischem Geschick kann man seinem Glück aber durchaus auf die Sprünge helfen. „Lokus“ lebt von der Schadenfreude, von blöden Sprüchen und albernem Schabernack.

Das gibt vier Punkte.Fazit: Pottsblitz! Das Donnerbalken-Duell ist ein schönes Absackerspiel, schnell und abwechslungsreich.

Eckdaten:

Lokus

3-6 Spieler, Nürnberger Spielkartenverlag, knapp 10 Euro

Alter: ab 10 Jahren.

Dauer: zirka 30 Minuten

Anleitung: kurz und leicht verständlich

Spielmaterial: gut

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