Rabattschlacht

Wettkampf um Juwelen: Splendor. Fotos: AsmodeeSie würden gerne mit fetten Klunkern um sich werfen, für einen Besuch bei Tiffany fehlt Ihnen aber das Geld? Dann greifen Sie doch zu „Splendor“ – das macht eh mehr Spaß.

Zwei bis vier Edelsteinhändler treten zum Duell an. Sie müssen die Pretiosen in Minen abbauen, transportieren und mit Kunsthandwerkern zu kostbaren Juwelen verarbeiten. Diese hübsche Legende spielt letztlich aber keine Rolle, sie ist lediglich Fassade.

Die KartenauslageVor den Spielern werden Edelsteine in fünf verschiedenen Sorten ausgebreitet. Jede Runde dürfen sich die Akteure bis zu drei Steine nehmen (oder einen Joker, das Gold) und mit diesen später Karten bezahlen. Diese wiederum ermöglichen beim nächsten Kartenkauf entsprechende Rabatte. Manche Kartenkombinationen wiederum bringen Siegpunkte ein. Diese werden in der Auslage durch Adlige symbolisiert. Deren Bedeutung unterschätzen Anfänger zunächst – sie sind aber jeweils vier Siegpunkte wert. Und weil das Spiel endet, sobald ein Händler 15 Siegpunkte besitzt, sind die Adligen doch eine ganze Menge wert. Gekaufte Karten werden in der Auslage sofort durch neue ersetzt. So können auch die nachfolgenden Spieler auf das eine oder andere Schnäppchen hoffen.

Das Spiel ähnelt zunächst einer Art Rabattschlacht – jeder Spieler versucht, durch Edelstein-Einsatz möglichst viele Rabatte rauszuschlagen. Dabei helfen zunächst die billigen Karten in der Auslage – erst im weiteren Spielverlauf werden so die teureren Karten überhaupt finanzierbar. Ein bisschen Kombinationsgabe ist also schon erforderlich – und man sollte die Gegner immer gut beobachten, um ihnen notfalls die passende Karten rechtzeitig wegzuschnappen.

Das gibt fünf Punkte.Fazit: Atmosphärisch gibt „Splendor“ von Marc André nicht viel her. Der Spielmechanismus ist aber interessant (und ähnelt ein wenig dem Klassiker „St. Petersburg“), das Geschehen abwechslungsreich. Ein kinderleichtes, eingängiges Spiel, das immer wieder Spaß macht. Kein Wunder, dass es 2014 für das „Spiel des Jahres“ nominiert war.

Splendor
2-4 Spieler, Verlag Space Cowboys (Vertrieb Asmodee), 20 Euro
Alter: ab 10 Jahren
Dauer: 45 Minuten
Anleitung: kurz und leicht verständlich
Spielmaterial: schön griffig

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