Prinz Thorald, der Nutzlose

Der Sternenschild. Foto: Kosmos

Der Sternenschild. Foto: Kosmos

Einer der hübschesten Späße der wunderbaren „Legenden von Andor“ war Prinz Thorald: ein edler Schönling, der mordswichtig übers Spielbrett galoppierte und der dann, sobald es richtig brenzlig wurde, sofort das Weite suchte. Auch in der Andor-Erweiterung „Der Sternenschild“ spielt er wieder seine kleine, nutzlose Rolle – und schlägt sich bei der geringsten Gefahr erneut in die Büsche.

Michael Menzels kooperatives Rollenspiel war 2012/13 eines der Glanzlichter der Branche, der Preis für das „Kennerspiel des Jahres“ hochverdient. Ein spannender Spaß, bei dem das Miteinander eine ganz außergewöhnliche Erfahrung ist. Die steht auch bei der erst im Herbst veröffentlichten „Sternschild“-Erweiterung im Mittelpunkt.

Wieder erwarten unsere vier Helden jede Menge Bedrohungen. Zu den bereits bekannten Trollen, Wardraks, Gors und Skralen kommen nun auch noch Wölfe, ein Feuergeist, das Katapult, ein Belagerungsturm, der Dunkle Tempel und Irlok, das Unterwasser-Monster. Doch die neuen Abenteuer haben auch ihr Gutes: wertvolle Waldpilze, das Hadrische Stundenglas, das zusätzliche Zeit verschafft, die Andorische Flöte und den titelgebenden Sternenschild zum Beispiel. Wieder gilt es, die eigene Burg zu schützen und gleichzeitig mehrere knifflige Aufgaben zu erfüllen.

Erfinder Menzel hat erneut ein Sammelsurium niedlicher Figuren erschaffen, um die sich eine nette Legende rankt. „Der Sternenschild“ ist ein Spiel, das von seinen liebevollen Details lebt. So wird die Anleitung teilweise sogar in Form eines Comics erzählt. Das hat Charme.

Das gibt fünf Punkte.Fazit: Wer bereits das Originalspiel mag, wird auch vom „Sternenschild“ nicht enttäuscht. Diesmal kann ich aber leider nicht die Höchstwertung vergeben. Beim Originalspiel hatten wir immer wieder Schwierigkeiten, das Spiel gegen die unerbittlichen Monster und die Zeit zu gewinnen. Stets verzettelten wird uns im ersten Anlauf irgendwo. Die neue Erweiterung ist deutlich einfacher – und manchmal schlicht etwas zu leicht.

 

Eckdaten:

Der Sternenschild

2-4 Spieler, Kosmos-Verlag, rund 15 Euro

Alter: ab 10 Jahren

Dauer: 90 Minuten

Anleitung: eine Anleitung als Comic – originell und kurz

Spielmaterial: sehr ansprechend

Achtung: Die Erweiterung funktioniert nur zusammen mit dem Originalspiel.

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