König Herbert

„Mensch ärgere Dich nicht" mit den Köpfen von Fritzchen, Paul und Werner - hier als Prototyp.

„Mensch ärgere Dich nicht" mit den Köpfen von Fritzchen, Paul und Werner - hier als Prototyp.

Sie haben sich beim „Mensch ärger Dich nicht“-Spielen schon immer gewünscht, Ihre Schwiegermutter rauswerfen zu können? Und Onkel Herbert kommt Ihnen wie der nutzlose Karo-König beim Skat vor? Wolfram Kosch und Saveen Krishnamurthy ging’s vielleicht ähnlich: Mit ihrer Firma Ludufactur geben sie Gesellschaftsspielen ein ganz persönliches Gesicht.
Spielkarten mit den Gesichtern von Freunden und Verwandten, dazu individuell beschriftete Spieleschachteln: Seit Januar 2012 gibt’s die Berliner Ludufactur, die derzeit für Produkte von vier Spieleverlagen Lizenzen hat: Kosmos, Pegasus, Hans im Glück und Schmidt-Spiele. Personalisieren lässt sich fast alles: Spielbretter, Felder, Karten, Verpackungen, Puzzles.

Fotos: Klaus Thomas Heck

Fotos: Klaus Thomas Heck

Die Spielfiguren sind bislang Holzmarker mit den Gesichtern – im kommenden Frühjahr sollen dreidimensionale Köpfe aus einer Art Gips-Gemisch hinzukommen. „Sieben bis acht Euro“, schätzt Krishnamurthy, wird so eine Spielfigur dann kosten. Die sehen für das „Uschi ärgere Dich nicht“ im Prototyp ziemlich überzeugend aus. Die Marker haben dagegen weniger Charme. Auch sind Sondereditionen für Spieleerfinder geplant.

Gemeinsam mit der Berliner Humboldt-Universität haben Kosch und Krishnamurthy eine entsprechende Gesichtserkennungssoftware und ein Programm zur Modellierung entwickelt, der Kunde kann seine Wunsch-Fotos online übermitteln. Die Preise sind bislang allerdings recht happig: Knapp 70 Euro kosten zum Beispiel das „Dame“- und das „Carcassonne“-Spiel, die Skat-Karten gibt’s für fast 25,- Euro. Ob Schwiegermutter das wert ist?

www.luudoo.de

Entdeckt hab ich den Spaß übrigens auf der „Spiel ’12“ – der weltgrößten Spielemesse. Die gibt’s noch bis Sonntag (21.) mit 827 Ausstellern, zig Turnieren, Sonderaktionen und mehr als 150.000 Besuchern in Essen. Der Ausflug lohnt sich.

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