Franz Fünfauge

In der Villa werden die Monster kräftig geschubst - in diesem Fall ist es Willi von Chili. Foto: KOsmos-Verlag

In der Villa werden die Monster kräftig geschubst - in diesem Fall ist es Willi von Chili. Foto: Kosmos-Verlag

Es gibt Spiele, für die reicht mein Sachverstand einfach nicht aus. Da muss ich echte Fachleute um ihre Expertise bitten. So wie bei der „Monster-Falle“. Marlon (7) und Simon (5) aus Zeilhard haben das Kinderspiel von Inka und Markus Brand für mich getestet – und nur teilweise für gut befunden.

In der alte Villa sind die Monster los. Gustav Grübel, Pepe Pups, Franz Fünfauge und Willi von Chili zum Beispiel, oder Diego Dünnmatsch, der zwar zwei Augen, aber auch drei Beine hat und irgendwie aussieht wie … tja … wie dünner Matsch. Doch plötzlich taucht Oma Frieda auf, und schon müssen die knuddeligen Monster vor der schreckhaften Dame versteckt werden.

Die Villa ist eine Art Labyrinth, dessen Gänge von vier langen Stäben durchzogen werden. Das sieht ein bisschen aus wie beim Tischfußball. Mit den Stäben werden die Monster-Figuren durch das Labyrinth geschoben, gedrückt und gequetscht, bis sie die Fallgrube im Zentrum erreichen. Dort sind sie vor Oma Friedas Blicken in Sicherheit. Während eine Sanduhr unerbittlich abläuft, müssen möglichst viele Fünfauges gerettet werden. Sie dürfen aber nicht auf dem Weg zur Grube umkippen – sonst geht’s zurück an den Start.

Die Regeln sind einfach, das Design der „Monster-Falle“ ist knallbunt und sehr niedlich. Doch die Stäbe und der Spielrahmen sind aus Plastik. Als Erwachsener hat man sofort die Befürchtung, dass die Konstruktion der Energie von Kinderhänden nicht lange standhält. Marlon und Simon hat das nicht gestört. Sie bemängeln aber, dass in der Variante mit zwei Spielern im Grunde jeder nur für sich spielt. Interaktion hat es nicht, höchstens ein paar hitzige Diskussionen darüber, wann denn nun genau die Sanduhr abgelaufen war. Dafür verteilen unsere Experten nur die Schulnote 4. Richtig gut gefallen haben dagegen die Varianten für drei oder vier Spieler. Dann werden immer wieder wechselnde Mannschaften gebildet, was den Spaß deutlich erhöht. Dafür gibt’s die Note 1.

Das gibt vier Punkte.Fazit: Ein hübsches gestaltetes Kinderspiel, das zu zweit leider wenig Abwechslung bietet. Im Team ist’s auf jeden Fall besser, findet unsere Jury. 2012 erhielt „Monster-Falle“ übrigens den „Deutschen Lernspielpreis“.

Eckdaten:

Monster-Falle

2-4 Spieler, Kosmos-Verlag, knapp 20 Euro

Alter: ab 6 Jahren

Dauer: zirka 20 Minuten

Anleitung: kurz und leicht verständlich

Spielmaterial: grafisch sehr hübsch; aber ob die Plastik-Konstruktion hält, was sie verspricht?

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2 Responses to Franz Fünfauge

  1. Chris sagt:

    Moin Hecki,

    sehr netter Blog. Informativ und sehr aufgeräumt – und natürlich journalistisch bestens geschrieben. 🙂
    Nein im Ernst, gefällt mir sehr. Nur Kategorien und Tags wurden das Surfen und Lesen noch etwas mehr erleichtern – dann hätte ich nämlich gleich gesehen, ob es einen Artikel zu unser aller Lieblingsspiel gibt. 😉 (warum eigentlich nicht?)

    LG, Chris

  2. ktheck sagt:

    Moin Chris,

    unser Lieblingsspiel – und das Irrenhaus drumrum – stell ich sicher auch nochmal gebührend vor. Aber in erster Linie geht’s hier ja nicht um meine Favoriten, sondern um Neuerscheinungen & Co. Außerdem hilft’s ja manchmal, seinen Horizont zu erweitern – sogar als Lokführer. 🙂

    Grüßles
    Hecki

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