Flaschendrahtzaun

Ab in die Tonne - das Spiel im Überblick. Foto: Abacus

Ab in die Tonne – das Spiel im Überblick. Foto: Abacus

Mit der deutschen Mülltrennung ist das so eine Sache. Da sammelt man dies und das in Gelbem Sack, Restmüll oder Grüner Tonne. Doch was ist Verpackung und was nicht? Und warum landet das Plastik mal hier, mal dort – und wird letztlich doch oft auf der Deponie im gleichen Ofen verbrannt? Wer das verstehen will, braucht gute Nerven und viel Geduld. Und er wird sich bestimmt nicht mehr wundern über „Ab in die Tonne“. Da werden Apfelkrotzen, Dosen und Flaschen einfach in den gleichen Eimer geworfen – aber natürlich fein säuberlich getrennt.

Der Italiener Carlo A. Rossi hat ein Kinderspiel entworfen, das auch Erwachsenen gefallen dürfte. Jeder Spieler erhält zunächst ein Kartenset mit Zahlen von Eins bis Zehn. Drei zufällig gezogene Zahlen hat er pro Runde- und muss eine davon wählen. Wer eine Eins hat, muss einmal Müll in die kleine Tonne auf der Tischmitte legen – wer eine Drei hat, versucht es mit drei gleichen Müll-Stücken. Die kleinere Zahl beginnt. Zur Auswahl stehen abgenagte Apfelkrotzen, Milchbeutel, Flaschen und Dosen – beziehungsweise kleine Holzklötzchen, die so aussehen. Die Tonne füllt sich immer weiter, bis sie irgendwann überquillt. Wer seine Müll als Erster nicht mehr unterbringen kann, kassiert Minuspunkte. Wer es schafft, mit nur einer Hand auch das letzte Klötzchen in die Tonne zu legen, kriegt Pluspunkte. Aber das ist selten.

„Ab in die Tonne“ ist ein nettes Spiel für Zwischendurch. Man kann seine Gegner gehörig nerven, wenn man die Klötzchen so „verbaut“, dass sich in der Tonne ein immer wackligerer Turm bildet, der irgendwann zwangsläufig einstürzen wird. Strategien gibt es einige: Mancher wirft erstmal die runden, schwer zu verbauenden Apfelstücke weg; ein anderer baut sich mit den länglichen, grünen Flaschen-Klötzchen erstmal eine Art Sicherheitszaun (wir haben den dann Flaschendrahtzaun genannt). Doch so oder so wird die Konstruktion zum Schluss eine immer kniffligere Aufgabe.

FDas gibt vier Punkte.azit: Man muss nicht viel nachdenken und kann sich und seine Gegner trotzdem reichlich ärgern. Ich würde „Ab in die Tonne“ vier Würfelpunkte geben – meine Co-Experten Marlon (7) und Simon (5) aus Zeilhard haben sich sogar für die Höchstwertung entschieden: sechs Punkte.

Eckdaten:

Ab in die Tonne

2-5 Spieler, Abacus-Spiele, knapp 20 Euro

Alter: ab 6 Jahren

Dauer: 30 Minuten

Anleitung: kurz und leicht verständlich

Spielmaterial: gut

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

One Response to Flaschendrahtzaun

  1. Walter sagt:

    Hallo…spiele das Game immer mit meinen Kindern…ist wirklich lustig…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.