Es war einmal ein Saurier mit Käsefüßen

Alle Zutaten zur Eselsbrücke. Foto: Schmidt-Spiele

Alle Zutaten zur Eselsbrücke. Foto: Schmidt-Spiele

„Eselsbrücke” ist ein ziemlich leichtes Kinder- und Familienspiel – und doch stellt es Erwachsene vor so manches Problem. Denn es erfordert vor allem Fantasie.

Grandios gescheitert bin ich bei meiner ersten Partie: Von gefühlt 30 möglichen Punkten hatte ich genau null. Letzter Platz. Was für eine Blamage!

Die Regeln der „Eselsbrücke”, die für das „Spiel des Jahres” nominiert war, sind einfach. Jeder Spieler zieht Plättchen, auf denen verschiedene Begriffe notiert sind. Diese müssen er zu einer Geschichte verknüpft werden. In den ersten Runden jeweils drei zufällig gewählte Plättchen, später vier bis fünf. Klingt einfach? Na dann erzählen Sie doch mal eine Geschichte, in der ein Dinosaurier, eine Tankstelle und Oma vorkommen. Oder die Begriffe Ferkel, Geisterbahn und Piercing. Oder Kakadu, Sonnenbrille und Feuerspucker. Erschwerend kommt hinzu: In den späteren Runden muss man sich an die Begriffe seiner Mitspieler erinnern. Die erfundenen Anekdoten müssen also auch noch einprägsam genug sein, damit die Gegner sie nicht vergessen. Denn nur dann erhält der Märchenonkel – pardon, der Geschichtenerzähler – die begehrten Stopp-Plättchen, die seinen Punktevorrat schützen.

Für Kinder ist das Spiel von Stefan Dorra und Ralf zur Linde ein hübscher Spaß. Da darf hemmungslos einer vom Pferd erzählt werden – oder eben von dem Kakadu mit der Sonnenbrille. Fantasie, ein gutes gutes Gedächtnis und Aufmerksamkeit sind nötig. Für Erwachsene eignet sich „Eselsbrücke” zwar nicht als anspruchsvolles Hauptprogramm eines Spieleabends, sehr wohl aber zum Abschluss. Dann glaubt man vielleicht sogar das Märchen vom Rotkäppchen, den Käsefüßen und der Gurke.

Das gibt vier Punkte.Fazit: Ein hübsch aufbereitetes Familienspiel, das auch Erwachsenen in feucht-fröhlicher Runde gefallen könnte.

Eckdaten:

Eselsbrücke

3-12 Spieler, Verlag Schmidt-Spiele, knapp 20 Euro

Alter: ab 8 Jahren

Dauer: 30 bis 45 Minuten

Anleitung: kurz und verständlich. Allerdings ist nicht jeder Sonderfall erklärt.

Spielmaterial: sehr ansprechend und handlich

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