Auf der Spielemesse in Essen (1)

Von Lotte Schüler

Der unendliche Fluss. Foto: Lotte Schüler

Der unendliche Fluss. Foto: Lotte Schüler

Offizieller Beginn der Spiel 14. Kaum haben die Tore geöffnet sind die Spieletische der großen Verlage besetzt mit Hunderten von Neugierigen. Die lassen sich die neuen Spiele erklären und können sofort loslegen.

Alle Altersklassen sind vertreten. Längst gehören Spiele  nicht mehr nur ins Kinderzimmer und auf den Familientisch (mal abgesehn von Skat und Doppelkopf, die schon lange Erwachsene begeisterten). Aber Familienspiele gehören immer noch zu den Beschäftigungen, bei denen Kinder und Eltern zusammen lachen oder auch mal frustriert auf den Tisch hauen. Hier kann man Emotionen zeigen und sich – hinterher – trotzdem wieder vertragen. Eine meiner schönsten Kindheits-Erinnerungen an langweilige Sonntagnachmittage sind die, wenn mein Vater seinen Schreibtisch verließ und das Mensch ärgere dich nicht” Spielbrett auf den Tisch kam. Später kam Monopoly” dazu.

Die beiden Klassiker sind noch immer die Renner und bekommen regelmäßig ein neues Gewand verpasst. So tun sich bei „Mensch ärgere dich nicht” plötzlich Mauern zwischen den Laufstrecken auf. Darauf sind Zahlen zu sehen, und mit Würfelglück kann man doch glatt ein Mauerstück überspringen und so den langen Weg ins Ziel erheblich abkürzen. Das stellt etwas höhere Anforderungen an den Umgang mit Zahlen. Daher wird dieses Spiel erst ab acht Jahren empfohlen.

My Monopoly. Foto: Lotte Schüler

My Monopoly. Foto: Lotte Schüler

Nach „Monopoly”-Ausgaben zu Filmen und Städten gibt es jetzt etwas, was Freunde von mir schon mal in mühevoller Kleinarbeit für die Hochzeit von befreundeten Spielern selbst gebastelt haben. Bei My Monopoly” gibt es das gewohnte Spielbrett mit Aussparungen zu kaufen, dazu gibt es eine App, in die man eigene Bilder hochladen kann – oder unter mymonopoly.com auf den PC. Danach wird ein Profil angelegt (facebook oder PC), die Bilder werden auf eine Spezialseite geordnet und können dann auf die mitgelieferten Kacheln gedruckt werden. Dazu braucht man natürlich einen Farbdrucker mit der Fähigkeit, Etiketten zu bedrucken – oder geht in den Copy-Shop seines Vertrauens. Der Rest ist eine kleine Klebearbeit und fertig ist die ganz persönliche Monopoly-Ausgabe.

Ungewohnter Anblick: das besondere Scrabble-Spiel. Foto: Lotte Schüler

Ungewohnter Anblick: das besondere Scrabble-Spiel. Foto: Lotte Schüler

Auch Scrabble” kommt in neuem Gewand daher, als Turm mit Timer. Zwölf Buchstabenkacheln hat man zur Verfügung und sollte, während der Timer läuft, möglichst viele Buchstaben zu sinnvollen Worten verbauen.

Es gibt natürlich auch  neue Spielideen, manche nach dem bewährten Muster: Würfeln, Ziehen, Karten sammeln oder Karten ablegen. Eine neue, pfiffige Idee habe ich bei dem Verlag Drei Magier entdeckt: Der unendliche Fluss”. Das Spielbrett enthält Ufer und Fluss. Der Fluss besteht aus vielen kleinen Kugeln, die Kontakt zum Tisch haben. Schiebt man das Brett über den Tisch, dann bewegen sich diese Kugeln. Und steht eines der drei niedlichen Boote darauf, dann bewegt sich das Boot in die gegenläufige Richtung. Ganz schön knifflig, die Bewegung so zu koordinieren, dass das Boot das gewünschte Ufer ansteuert. Eine Aufgabenkarte zeigt, wo die Reise hingehen soll. Gelingt das, wird die Karte abgegeben und eine neue gezogen. Wenn allerdings einer der Mitspielern zufällig auch seine Aufgabe erfüllt sieht, legt er triumphierend ebenfalls eine Karte ab. Selbstverständlich gewinnt am Ende derjenige mit den meisten erfüllten Aufträgen. Ein kleiner Wehmutstropfen ist die schöne aber nicht unbedingt hilfreiche Grafik auf den Auftragskarten.

Morgen geht die Messe weiter – und dann ….. nein das verrate ich noch nicht, welches Thema dann drankommt. Nur so viel, es sind keine Kinderspiele.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>