Zu Besuch in Essen

Noch hält sich der Andrang in Grenzen. Foto: Lotte Schüler

Noch hält sich der Andrang in Grenzen. Foto: Lotte Schüler

Dieser Tage ist es besonders gemein, im „Echo”-Büro festgebunden zu sein. Noch bis Sonntag steigt in Essen die weltgrößte Spielemesse, die „Spiel 15“. Meine Kollegin Lotte Schüler hat aber versprochen, mich dort gut zu vertreten. Hier ihr erster Bericht:

Schon seit Wochen kursieren in einschlägigen Foren Diskussionsbeiträge: Welche Neuheiten gibt es, was lohnt sich, wo bekommt man Gimmicks oder Schnäppchen? Wenn am Donnerstag endlich die Tore öffnen, werden wieder tausende ungeduldige Besucher in die riesigen Messehallen strömen um über 1000 Neuheiten von 910 Ausstellern aus 41 Nationen zu begutachten. In diesem Jahr haben sich übrigens 58 Prozent der Aussteller aus dem Ausland angemeldet. Pressevertreter haben das Privileg, schon am Mittwoch auf der Pressekonferenz über Trends informiert zu werden und in der Neuheitenschau einen Überblick über wenigstens einige der vielen Neuheiten zu bekommen.

Junge Spieletester unter sich. Foto: Lotte Schüler

Junge Spieletester unter sich. Foto: Lotte Schüler

Besonders im Bereich der Kinderspiele lässt sich ein Trend zu immer aufwändigerem Spielmaterial feststellen, zu oft mit dreidimensionalem Spielaufbau mit manchmal eingebauter Technik - letzteres zu bestaunen beim Ravensburger Spieleverlag und dem Spiel „Captain Black” von Reiner Knizia. Einen wunderschönen dreidimensionalen Aufbau hat das diesjährige Kinderspiel des Jahres, „Spinderella” von Robert Fraga, erschienen im Zoch-Verlag. Auch der Publikumspreis „Deutscher Kinderspielepreis” ging an Spinderella  Dieses Spiel fasziniert durch die Kraft des Magnetismus, wie auch „Aladins fliegender Teppich” aus dem niederländischen Verlag Goliath.

Als zweiter Trend wurden kooperative Spiele genannt. Zum schon älteren „Legenden von Andor” erscheint ein kooperatives Zwei-Personen-Kartenspiel und beim französischen Verlag Libellud ein kooperativer Ratekrimi im Dunstkreis von Hobbyspiritisten.

Mir persönlich fiel ein Trend zu besonders innovativen Spielen auf, die gerne auch mal Spielbrett, Karten und Würfel hinter sich lassen. Das kann gut gehen und endet oft in lustigen Partyspielen. Allerdings entstehen auf der Suche nach noch abgedrehteren Spieideen gelegentlich Ausrutscher. Schon zu Zeiten des Stummfilms und von Dick und Doof waren Torten der Brüller, wenn sie im Gesicht des Helden landeten. Bei „Pie Face” soll ein Zufallsmechanismus den Spieler vor dem Wurf mit einem nassen Schwamm oder der Schlagsahne im Gesicht verschonen – oder auch nicht. Solche Schenkelklopfer können bestimmt müde Parties aufpeppen. Aber dazu Lebensmittel zu verwenden, halte ich für unmoralisch.

Morgen werden die ersten Testspiele beginnen und ich werde wieder davon berichten, welche Perlen und welche Gurken unters Spielervolk gebracht werden.

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