Von einer Pflegelücke zur nächsten

„Ohne diese Osteuropäerinnen geht nichts mehr“, erzählte kürzlich ein älterer Herr. Er selbst hat sich für betreutes Wohnen in einer stationären Einrichtung in Darmstadt entschieden, er kennt aber viele Beispiele aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis, die sich eine Pflegekraft aus dem Osten geholt haben. Längst seien diese Frauen in die Familien aufgenommen worden, erzählt er. Der Umgang miteinander sei herzlich, ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellbar. Die Zahlen, wie viele Osteuropäerinnen sich Tag für Tag in Deutschland um pflegebedürftige Menschen kümmern, variieren. Es können 100000, es können aber auch mehr als 200000 sein. Sie kochen, putzen, helfen beim Ankleiden und Essen, sind rund um die Uhr da. Im Schnitt bekommen sie dafür 1200 bis 2500 Euro im Monat, inklusive Kost und Logis. Das ist deutlich weniger als ein ambulanter Dienst verlangen würde. Die Frauen selbst lassen in ihrer Heimat nicht nur die Familien zurück: Auch im Osten gibt es längst eine Pflegelücke, heißt es beim Deutschen Caritasverband.   Wer sich darüber informieren möchte: Das Sozialministerium in Wiesbaden hat mehrere Links und Broschürentipps zusammengestellt.

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