Märchenstunde in der Demenzabteilung

Foto: Märchenland/Philipp Schumann

Märchen für die Seele und fürs Erinnern. Foto: Märchenland/Philipp Schumann

Märchen sind nicht nur was für Kinder. Sie können auch ein  Weg ins Langzeitgedächtnis von dementiell erkrankten Patienten sein.  Märchen  kommen dem Bedürfnis der Kranken nach Wiedererkennen und Sicherheit entgegen.  „Es ist ungemein berührend, wenn Märchenreime von Patienten mitgesprochen werden, die ansonsten kaum noch sprechen. Wir haben so viele Situationen erlebt, in denen Demenzerkrankte aktiv und positiv auf Märchenerzählungen reagieren, dass nun eine differenzierte Untersuchung der Wirkung auf herausforderndes Verhalten erfolgt“, berichtet Silke Fischer, Direktorin des Deutschen Zentrums für Märchenkultur.

Die Berliner Senatsverwaltung und das Bundesfamilienministerium fördern das  zweijährige Demenzprojekt  mit insgesamt 100 Teilnehmern in fünf  Altenpflegeeinrichtungen. Mit dabei sind die Katharinenhof Betriebs-GmbH mit Standorten in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen sowie die Agaplesion Bethanien Diakonie in Berlin und die Agaplesion Markus Diakonie in Frankfurt/Main. Einmal wöchentlich wird ein  professioneller Märchenerzähler Demenzkranke besuche und ihnen jeweils eine Stunde lang Märchen vorlesen. Die Evangelische Hochschule Berlin wird das Projekt wissenschaftlich begleiten und auswerten.

 

 

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