Forschungsprojekt in Darmstädter Pflegeheim

Wie kann man Pflegekräfte besser unterstützen? In einem Darmstädter Pflegeheim ist  ein  Forschungsprojekt gestartet worden, das ich demnächst auf der Medizinseite im ECHO noch genauer unter die Lupe nehmen werde.

Der Hintergrund: Pflegekräfte in der stationären Pflege geraten immer mehr unter Druck. Ihr Arbeitsalltag ist immer stärker verdichtet, der bürokratische Aufwand ist hoch. Für die Bewohner bleibt weniger Zeit, obwohl diese immer älter und pflegebedürftiger werden und unter dementiellen Erkrankungen leiden. Als Folge dieser komplexen Anforderungen und der Arbeitsverdichtung ist der Krankenstand in den Pflegeheimen hoch. Viele Pflegekräfte verlassen den Beruf sogar ganz. Um die Situation zu verbessern, beteiligt sich das Altenzentrum an der Rosenhöhe in Darmstadt an einem Forschungsprojekt.

„In diesem Projekt suchen wir neue Wege für Pflegeheime, Führungs- und Pflegekräfte im Umgang mit Anforderungen von außen zu stärken“, sagt Inka Kinsberger, die Einrichtungsleiterin. „Viele Pflegekräfte verfügen bereits über die Kompetenzen, um aktiver und kreativer mit den Außenanforderungen umzugehen“, so Kinsberger weiter. „Der Arbeitsalltag ist jedoch so stark verdichtet, dass sie diese Kompetenzen kaum einbringen können.“ Bei der Suche nach Wegen, wie Freiräume im Arbeitsalltag geschaffen werden können, wird das Altenzentrum von Wissenschaftlern vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK), einem Zentrum der Goethe-Universität Frankfurt am Main, und der Universität Witten/Herdecke unterstützt. Am Ende der Projektlaufzeit soll ein Konzept erarbeitet werden,  das auch von anderen Pflegeheimen genutzt werden kann.

Das Projekt wird am 16. März 2015 von 11 bis 15 Uhr auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main (Nebengebäude (NG), Raum 1.741B)  vorgestellt. Weitere Informationen:  www.iwak-frankfurt.de.

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