Forscher arbeiten an Risikotest auf Bauchspeicheldrüsenkrebs

Gemeinsam mit Rostocker Wissenschaftlern wollen Prof. Markus M. Lerch (re.) und Dr. Ulrich Weiss die erblich bedingten Ursachen für den Bauchspeicheldrüsenkrebs ausfindig machen.

Gemeinsam mit Rostocker Wissenschaftlern wollen Prof. Markus M. Lerch (re.) und Dr. Ulrich Weiss die erblich bedingten Ursachen für den Bauchspeicheldrüsenkrebs ausfindig machen.
Fotos: UMG/Manuela Janke

Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ist es bislang nicht möglich, das Erkrankungsrisiko genetisch einzuschätzen. In Rostock und Greifswald arbeiten Mediziner nun an einem Risikotest für Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) und Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom). Das Gesamtprojektvolumen beläuft sich auf 2,2 Millionen Euro. Bis 2014 sollen Biomarker identifiziert und diagnostische Tests für Patienten entwickelt werden.

Bauchspeicheldrüsenentzündung und  Bauchspeicheldrüsenkrebs werden oftmals erst spät oder zu spät festgestellt. Die schwierige Diagnostik zieht sich bei unklaren Beschwerden oft über Jahre hin, heißt es in einer Mitteilung der Uni Rostock.  Bei manchen Patienten entwickelt sich auch aus der chronischen Entzündung eine Tumorerkrankung. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 15 von 100.000 Menschen, das sind etwa 12.000 Patienten an dieser Krebsart mit einer immer noch sehr hohen Sterberate. Unter der schmerzhaften Pankreatitis und auch am Krebs leiden mehr Männer als Frauen. Alkoholmissbrauch und das Rauchen sind die größten Risikofaktoren für die Pankreatitis. „Dennoch kommt es häufig vor, dass vollkommen gesund lebende Menschen an der Bauchspeicheldrüse erkranken. Somit spielen offensichtlich auch nicht beeinflussbare genetische Faktoren als Auslöser eine Rolle“, so  Dr. Ulrich Weiss, einer der Projektleiter aus Greifswald.

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