Fluglärm macht krank

Fluglärm kann bei gesunden Menschen zu Bluthochdruck, Herzinfarkten und Schlaganfälle  führen. Das hat eine Studie von Medizinern der Universitätsmedizin Mainz ergeben. Wie es in einer Mitteilung heißt, waren für die Studie 75  Männer  während des Schlafs drei unterschiedlichen Lärmszenarien ausgesetzt worden. Das Durchschnittsalter der Versuchspersonen lag bei 26 Jahren. „Wir haben Nachtflüge mit einem durchschnittlichen Lärmwert von 60 Dezibel simuliert und die Probanden zu Hause dieser Lärmbelastung in einem Feldversuch ausgesetzt. Mal waren es 30, mal 60 simulierte Nachtflüge. Zur Kontrolle hatten wir auch ein ´lärmfreies Nacht-Szenario´“, erklärt Dr. Frank Schmidt aus der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass Nachtfluglärm bei den Probanden das Stresshormon Adrenalin steigerte und die Gefäßfunktionen signifikant verschlechterte. „Unsere Studienergebnisse belegen, dass in gleicher Weise wie die Fluggeräusche zunehmen die Erweiterungsfähigkeit der Arterien (Endothelfunktion) abnimmt und sich eine sogenannte endotheliale Dysfunktion entwickelt“, berichtet Dr. Schmidt. In den Gefäßen selbst, bilden sich unter Lärmeinwirkungen freie Radikale, die die Gefäßfuktion negativ beeinflussen. Die Wisenschaftler nehmen an, dass die Verschlechterung der Gefäßfunktion durch oxidativen Stress ein wichtiger Mechanismus für die Entstehung von lärmbedingtem Bluthochdruck und möglicherweise dessen Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall ist.

Hier gehts zur Originalveröffentlichung im “European Heart Journal”.

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