Die Angst des Schützen beim Elfmeter

Fußball war bislang noch kein Thema in  meinem Medizin-Blog. Die Studie der Uni Heidelberg ist  eine Steilvorlage, an der ich nicht vorbeikomme. Der Sportwissenschaftler, Ex-Drittligist-Spieler und Spielertrainer Georg Froese hat untersucht, welche Rolle die Psychologie beim Strafstoss-Training spielt.

Froese hat dazu Interviews mit Spielern wie Hans-Jörg Butt geführt, Studien zu Strafstößen ausgewertet und Aufzeichnungen von Elfmetern analysiert. Ergebnis: Der beste Spieler auf dem Platz ist nicht automatisch auch der beste Elfmeterschütze. Je  furchtloser ein Schütze ist, desto besser.

Der Wissenschaftler hat zwei Strategien ausgemacht: Spieler, die Ideale anstreben und dafür auch Risiken eingehen, haben einen genauen Plan und schießen in eine bestimmte Torregion. Diese Strategie ist unabhängig vom Torhüter, der Erfolg hängt von der Schussgenauigkeit ab, die trainiert werden muss.  Spieler, die ihren Schuss an das anpassen, was der Tormann macht,  brauchen eine gute “Kopplung von Wahrnehmung und Handlung”.  So oder so: “Ihre Strategie können Spieler trainieren und unter Drucksimulationstraining perfektionieren, um Automatismen zu entwickeln und so die Elfmeter-Angst zu reduzieren“, erklärt Froese. An gezieltem Strafstoss-Training führt also kein Weg vorbei.

 

 

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