Wedeln im Wohnzimmer

Die ganze Wahrheit über Fitness -  Wie viel Bewegung brauchen wir wirklich?

“Wir fressen zu viel und bewegen uns zu wenig. Daran müssen wir arbeiten”, sagt der Sportmediziner Albert Gollhofer von der Universität Freiburg. Da ist was dran.  Die TV-Sendung „Die ganze Wahrheit über Fitness: Wie viel Bewegung brauchen wir wirklich?“ (ZDF, Dienstag, 5. März, ab 20.15 Uhr) will, so steht es zumindest in der Pressemitteilung, aufzeigen, wie jeder Einzelne fitter und gesünder werden kann – und das mit einfachen Mitteln und bis ins hohe Alter. Das klingt 1:1 wie die Fitness-Versprechen diverser Hochglanzmagazine, die  mit ihren  Fett-Weg-Programmen den Lesern viel versprechen – und nachhaltig versagen. Im Magazin schlaue Tipps lesen ist eben das Eine, aufstehen und Liegestützen machen, das Andere.  Mal schauen, wie sich die ZDF-Doku schlägt.

Dass Fitness vor dem Fernseher kein Ding der Unmöglichkeit ist, zeigt ein Blick zurück in die 70er und 80er Jahre. Damals, zu Zeiten der Trimm-Trab-Bewegung, gehörte körperliche Ertüchtigung auf dem Wohnzimmer-Teppich zum guten Ton. Die ganze Familie sammelte sich vor der Kiste, um gemeinsam mit dem Saxophonisten Max Greger und der Gold-Rosi Skygymnastik zu machen. Die Kniebeugen und Hampelmänner  waren schweisstreibend und anstrengend. Die größte Herausforderung gab es zum Schluss: Aus der Hocke heraus mussten der Slalom oder die Schussfahrt möglichst elegant absolviert werden. Gewedelt wurde um die Wette und je tiefer der Po wippte, desto höher der Platz im  familiären Ranking. Nur “Bonanza” gucken war besser.

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Eine Antwort auf Wedeln im Wohnzimmer

  1. Sabine Schiner sagt:

    Jetzt mal ehrlich – wer hat nach der Doku die Laufschuhe angezogen und ist losgetrabt?

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