Wartezimmer 2.0

Vertrauen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker: Das tun immer noch die meisten Menschen, das Internet spielt jedoch eine zunehmend wichtigere Rolle. Nach einer Studie der Agentur MSL Germany schauen 41  Prozent aller Patienten vorher ins Internet, bevor sie zum Arzt gehen.  Zwei Trends zeichnen sich im virtuellen Wartezimmer ab: Smartphone-Apps werden zunehmend als Informationsquellen genutzt und es gibt vermehrt Nachfragen nach Online-Sprechstunden von Ärzten. Dabei geht es vor allem um Serviceleistungen wie das Bestellen von Rezepten oder die Vereinbarung von Arztterminen. Die Angebote von Pharmaunternehmen stoßen bei den Nutzern meist auf Misstrauen. Am häufigsten zur Information aufgesucht werden Wikipedia, die Websiten der Krankenkassen und Online-Info-Seiten.

Für mehr Patientenorientierung will sich der Bundesverband Internetmedizin einsetzen, der im Dezember gegründet wurde. Vorstandssprecher ist der Hamburger Medizinrechtler Sebastian Vorberg. Ziel sei, die Internetmedizin durch Vernetzung zu fördern und das Angebot zu verbessern. Auf der Homepage gibt es einen Link zu einem Beitrag der US-amerikanischen Ärztin und Bloggerin Claire McCarthy über Smartphones und ihre Folgen für die Praxis: „My smart phone helps me be a better doctor.“

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