TV-Tipp: „Krank aus der Klinik“

Doku: "Krank aus der Klinik", Foto: 3Sat

Doku: „Krank aus der Klinik“, Foto: 3Sat

Blutige Entlassung nennt man den Vorgang, wenn Patienten aus Kostengründen zu früh aus Kliniken entlassen werden. Ein Fernseh-Team hat dazu in Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen und bei Hausärzten recherchiert und Patienten begleitet („Krank aus der Klinik“, Freitag, 24. Mai, 20.15 Uhr auf 3Sat). Die Doku-Filmer machen das Fallpauschalensystem für allezu frühe Entlassungen verantwortlich. Es wurde 2004 in deutschen Kliniken eingeführt und löste die Tagespauschalen ab.

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One Response to TV-Tipp: „Krank aus der Klinik“

  1. Sabine Schiner sagt:

    Puh, die TV-Reportage ist ziemlich langatmig. Die Erlebnisse der Patienten werden ausführlich und wiederholt geschildert – nervend fand ich die ständige Stimmungsmache, wonach Ärzte ihre Patienten dauernd im Stich lassen und sie in Rehakliniken abschieben. Gut fand ich, dass die Finanzierungsprobleme in Kliniken und Praxen angesprochen wurde. Was mir fehlte, waren Zahlen, die die Aussage „Immer mehr Patienten werden zu früh aus Kliniken entlassen“ stützen. Doch zum Thema „Blutige Entlassungen“ scheint es keine Statistiken zu geben. Die Zahlen, die ich beim Statistischen Bundesamt gefunden haben, stützen lediglich die These, dass mit der Einführung der Fallpauschalen im Jahr 2004 die Verweildauer pro Patient gesunken ist: Von 8,10 Tagen im Jahr 2004 auf 7,2 Tage im Jahr 2011. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Patienten. 2004 sind bundesweit 16,8 Millionen Patienten in öffentlichen Krankenhäusern behandelt worden, 2011 waren es bereits 18,3 Millionen.

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