Digitale Trainingseinheiten

Foto: privat

Stefan Göbel

Bei den Game Days 2012 geht es in Darmstadt bis Donnerstag (20.) um den Einsatz von digitalen Spielen in der Gesundheitsbranche. Seit 2008 entwickeln Stefan Göbel und sein Team an der TU Darmstadt Programme, die Senioren bei der Sturzprävention unterstützen oder übergewichtigen Kindern die Gewichtsabnahme zu erleichtern.  Ich habe dazu Stefan Göbel drei Fragen gestellt, anbei seine Antworten:

Wenn Sie abends nach Hause kommen, läuft bei Ihnen dann zur Entspannung der Fernseher oder nehmen Sie sich ein Videospiel vor?

Stefan Göbel: … wenn möglich weder noch, sondern mit der Familie (Junior) spielen oder ins Fußball Training gehen, das heißt, „spielen“ bezieht sich definitiv nicht nur auf elektronische Spiele.

 Sie forschen seit 2005 zum Thema Serious Games/Lernspiele. Gibt es Bereiche, aus  denen solche Videospiele nicht mehr wegzudenken sind?

Göbel: Leider gibt es immer noch viel zu wenig und vor allem viel zu wenig richtig gute, die den „serious Effekt“ (Lernen, Training, Gesundheit) mit richtigem Spielspaß verbinden. Weit verbreitet sind Lernspiele schon in der Schule als auch in der Aus-, Weiter- und Fortbildung bei den Erwachsenen. Nintendo’s Gehirnjogging oder Wii Fit als auch die zahlreichen Exergames mit Microsoft kinect zeigen, dass auch Endkunden im privaten Umfeld erfolgreich angesprochen werden können.

 Welches Training ist effektiver: Tennis auf der Spielekonsole oder Tennis auf dem Hartplatz?

 Göbel: Digitale Spiele können (und sollen) keinen realen Sport ersetzen; sie können als Unterstützung dienen oder auch bei schlechtem Wetter oder im Winter gespielt werden. Auch gibt es zuhause keine Hemmungen, die gegebenenfalls einen Besuch im Fitneßstudio verhindern.

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