Medi-Apps im Test (3)

Viele Apps sind Müll. Unnütz und ärgerlich. Einmal runtergeladen, einmal durchgeklickt, nie mehr angeguckt. Wie sieht es im Bereich Medizin aus?  Ich teste selbst – oder lasse testen.  Die Ergebnisse sind im „Pulsmesser“ unter „Medi-Media“ zu finden.

Die App "Tägliches Bauchmuskeltraining"

Sport  tut gut – und eigentlich ist es doch auch ganz einfach: Jeden Tag eine halbe Stunde Training und schon freut sich der Hausarzt.  Doch so ganz ohne Motivation geht es meist nicht. Das ist der Punkt, wo Fitness-Apps ins Spiel kommen. Die Auswahl ist groß, der Markt unübersichtlich.  Viele Anbieter arbeiten bei ihren Workout-Programmen mit Videos, auf denen durchtrainierte Models ihre Beine hinter dem Kopf verknoten und gleichzeitig wie ein Exerzier-Feldwebel das Tempo vorgeben. Das ist alles nix für Anfänger – und tut schon beim Zuschauen weh. Mein Tipp: Erstmal Grundlagen schaffen und Muskeln aufbauen. So wie früher im Sportunterricht. Die Apps zum täglichen Training des Entwicklers Daniel Miller sind kosten- und schnörkellos. Es gibt sie für die unterschiedlichsten Körperzonen wie Bauch, Po,  oder Arme und sie sehen auf den ersten Blick vielversprechend aus. Die Übungen sind bequem auf dem Wohnzimmerteppich zu machen, die Trainingslänge (5, 7,5 oder 10 Minuten) lässt sich vorab einstellen. Jede Übungseinheit dauert  eine Minute. Per Video zeigt eine Vorturnerin, wie die korrekte Haltung aussehen sollte.  Das Tempo bestimmt jeder selbst. Mehr Anleitung gibt es allerdings nicht.  Das gibt Minuspunkte. Anhand der Videos ist beispielsweise nur  zu erahnen, dass man bei Sit-ups nicht ins Hohlkreuz gehen darf.  Erwähnt wird leider auch nicht,  dass man Aufwärmübungen machen sollte, bevor man sich an die Gymnastik macht.

Fazit: App mit Sporthallen-Mief. Leicht zu bedienen, mangelhafte Anleitung: Gefahr der Fehlbelastung.

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