Medi-Apps im Test (1)

Viele Apps sind Müll. Unnütz und ärgerlich. Einmal runtergeladen, einmal durchgeklickt, nie mehr angeguckt. Wie sieht es im Bereich Medizin aus?  Ich teste selbst – oder lasse testen.  Die Ergebnisse sind im „Pulsmesser“ unter „Medi-Media“ zu finden.

Prima, das Installieren ging  schnell. „Erste Hilfe (auffrischen)“ heißt die App, die in der Reihe „Wissen direkt“ in Zusammenarbeit mit den Johannitern  erschienen ist. Sie ist kostenlos – im Unterschied zur offiziellen Erste-Hilfe-App des Deutschen Roten Kreuzes, die  79 Cent im iTunes-Store kostet. Schmerzen im Bauch? Ein Klick und auf einem Bild wird  die richtige Lagerung mit Knie- und Nackenrolle gezeigt. Keine Atmung?  Die App gibt Tipps für Herzdruckmassage und Beatmung. Das wird alles  Schritt für Schritt erklärt –   doch spätestens jetzt wird klar: Wer sich die App  erst  im  Notfall durchliest,  der wird keine Leben retten.  Dem stimmt  Wolfgang Blänkle, Ausbildungsleiter beim DRK in Darmstadt,  zu.  Egal, für welchen Anbieter man sich entscheidet, Erste Hilfe sollte man in aller Ruhe üben, findet er. Da hat er recht. So ein Druckverband ist, wenn es heftig blutet, schnell falsch angelegt. Es geht deshalb  nichts über einen lebendigen Auffrischungskurs. 

 Fazit: Die App beruhigt das schlechte Gewissen  – wann war eigentlich ich zuletzt in einem Kurs?

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