Klicktipps in den Wahnsinn

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Beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit hat Gesundheitsminister Daniel Bahr ein neues, pauschaliertes Abrechnungssystem in der Psychiatrie eingeführt. Ab Januar 2013 bekommen die Kliniken beispielsweise für depressive Patienten nur noch 21 Tage den vollen Satz, danach sind es 100 Euro weniger pro Tag und Patient. Für Suchtkranke zahlen die Krankenkassen nur noch sieben Tage lang voll – und das unabhängig von der Schwere der Erkrankung. Ärzte, wie Professor Martin Hambrecht, Leiter der Psychiatrischen Klinik am Elisabethenstift, fürchten, dass unter dem Kostendruck Patienten früher entlassen werden. Was ein Wahnsinn!

Es ist ein alter Hut, dass in den nächsten Jahren auch in Hessen zehntausende Pflegekräfte fehlen werden. Ein Klick auf die Pflegeprognose 2030 der Bertelsmann-Stiftung (wegweiser-kommune.de) lohnt sich trotzdem: Die Daten machen deutlich, dass auf Städte und Landkreise gewaltige Aufgaben zukommen: In Darmstadt werden demnach bis zum Jahr 2030 mehr als 500 Pflegekräfte fehlen, im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind es knapp 1500.

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One Response to Klicktipps in den Wahnsinn

  1. Mehr zu der Studie der Bertelsmann Stiftung gibt es übrigens auf Echo Online.

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