Mangel an Chirurgen und Intensivbetten

Immer mehr Operationen, immer weniger Chirurgen. Wer soll die Patienten in Zukunft noch versorgen? Die Meldung dazu kommt vom Berufsverband der Deutschen Chirurgen. Bis zum Jahr 2020 gehen, so heißt es da, etwa 11.000 Chirurgen in Rente. Im Gegenzug gebe es jährlich nur bis zu 1000 junge Ärzte, die als Chirurgen arbeiten möchten. Jede zweite Assistentenstelle an Kliniken sei bereits heute nicht besetzt.

Krass ist auch, dass der Pflegenotstand längst auf den Intensivstationen angekommen ist. Wie ich bei Recherchen herausgefunden habe, gibt es einen Engpass auf den Intensivstationen in Darmstadt und Umgebung.
„Wir versuchen grundsätzlich, für Patienten aus der Region aufnahmebereit zu sein“, sagte mir  Wolfgang Schneider, ärztlicher Leiter am Elisabethenstift. Elf Intensivbetten stünden auf seiner Station bereit, eines werde immer für Notfälle freigehalten. Seit Jahresbeginn sei  die Nachfrage nach Beatmungsplätzen stark gestiegen.  „In den vergangenen zehn Tagen hatte ich kein freies Bett mehr“, so der Arzt.  Ähnlich sieht es beim Klinikum Darmstadt aus und auch im Landkreis   Darmstadt-Dieburg ist die Situation  angespannt.  Viele Patienten mussten  in den vergangenen    Wochen vom Notarzt in Kliniken nach Frankfurt und Offenbach gebracht werden.

Für Angehörige bedeutet das, dass die Wege ans Krankenbett länger werden.  Mehr dazu im ECHO.

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