Krankenhäuser in der Notaufnahme

Vor allem kleinere Kliniken und Krankenhäuser auf dem Land haben zunehmend Probleme, Stellen zu besetzen. Ärzte und  Pflegekräfte sind nur schwer zu bekommen, das ist das Ergebnis einer Studie des TDS-Instituts für Personalforschung an der Hochschule Pforzheim.

„Ärzte sind bereits Mangelware“, sagt Prof. Dr. Stephan Fischer. Etwa ein Drittel der Kliniken könne auch freiwerdende Pflegestellen nicht mehr besetzen. Fischers Team hat 130 Kliniken im vergangenen September und Oktober befragt.  Die Auswertung ergab, dass acht von zehn Kliniken Probleme haben, freiwerdende Stellen zu besetzen.

Während Universitätskrankenhäuser immerhin zehn Bewerbungen auf eine freiwerdende Ärztestelle bekommen,  haben kleinere Kliniken kaum Auswahl. Ein bis fünf Akademiker bemühen sich hier um die vakante Stelle. Aus dem Dilemma gibt es laut der Studie für die Krankenhäuser nur einen Ausweg: Das Studium muss für mehr Bewerber geöffnet werden, die Attraktivität des Berufs muss steigen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollte besser gewährleistet sein.  Auch die Entscheidung der Pflegekräfte hänge von  attraktiven Arbeitszeiten, einer angemessenen Bezahlung und einem geeigneten sozialen Umfeld ab.

Die Personalsituation verursache höhere Kosten, so ein Fazit der Studie. „Über die Hälfte der Kliniken beschäftigten bereits Honorarärzte, Stellenwerbungen werden teurer und die Beschäftigung von ausländischem Fachpersonal bedeutet oft eine intensivere Einarbeitung“, führt Fischer als Beispiele auf. Ein positives Image wirke sich günstig auf die Personalentwicklung aus. „Kleinere Häuser müssen sich hier deutlicher abheben, um zu punkten“, so Professor Fischer.

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