Klinik-Kosten erneut gestiegen

Foto: Frank Schwichtenberg

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Puh, die Kosten der hessischen Krankenhäuser sind auch 2012 wieder gestiegen und liegen jetzt bei mehr als sechs Milliarden Euro. Wie das statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilt, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 227 Millionen Euro mehr ausgegeben. „Stärkster Kostentreiber“ , wie die Statistiker das nüchtern nennen, ist das Personal. Der Anteil liegt bei knapp 3,5 Milliarden Euro, das entspricht 57  Prozent der Gesamtkosten.  Die Kosten für den ärztlichen Dienst stiegen um 7,7 Prozent oder rund 74 Millionen Euro an. Bei den Ausgaben für das Pflegepersonal, mit einem Anteil von einem Drittel die gewichtigste Position bei den Personalkosten, war gegenüber 2011 eine Ausgabensteigerung von lediglich 3,7 Prozent (gut 41 Millionen Euro) zu verzeichnen.

Hier noch ein paar weitere Zahlen: Die Personalkosten für den medizinisch-technischen Dienst wuchsen um 2,8 Prozent oder zwölf Millionen auf nunmehr 440 Millionen Euro, die Ausgaben für Funktions-, Wirtschafts- und Versorgungsdienst sowie für Verwaltungspersonal zusammen erhöhten sich um 7,1 Prozent oder 22,5 Millionen Euro und betrugen demnach 675 Millionen Euro.

Die Sachkosten in den hessischen Kliniken stiegen um 2,9 Prozent (68 Millionen Euro) auf nunmehr über 2,4 Milliarden Euro an. Ursächlich waren hier im Wesentlichen gestiegene Ausgaben für medizinischen (2,9 Prozent; 33 Millionen Euro) und für wirtschaftlichen Bedarf (9,2 Prozent, 21 Millionen Euro). Wasser, Energie und Brennstoffe verteuerten sich um 5,8 Prozent auf 156 Millionen Euro.

Pro Belegungstag entstanden den hessischen Krankenhäusern im Jahr 2012 Kosten in Höhe von 542 Euro (2011: 524 Euro); die Kosten je Fall beliefen sich auf durchschnittlich 4183 Euro (2011: 4060 Euro).

 

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