Keine Zeit für Kinder

Foto: Techniker Krankenkasse

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In einem offenen Brief haben sich mehr als 40 Kinderärzte bei den Mannheimer Unikliniken und dem OB Peter Kurz über die schlechte Versorgung von schwerkranken Kindern beschwert. Allein im vergangenen Winter seien etwa 140 akut erkrankte Kinder nicht stationär aufgenommen worden, sondern an Kliniken im Umland (Heidelberg, Ludwigshafen, Worms und Darmstadt) verwiesen worden. Dies sei für die Kinder und ihre Familien untragbar. Die Kinderärzte kritisieren auch die Schließung von Spezialambulanzen und den Personalmangel an den Unikliniken. Die langen Arbeitszeiten führten unter anderem dazu, dass erfahrene Ärzte die Klinik schnell wieder verlassen würden, unerfahrene Ärzte müssten erst eingearbeitet werden. Wartezeiten von vier bis sechs Monaten seien die Regel.

Die Geschäftsführung des Uniklinikums weist die Vorwürfe zurück.  Kinder mit “kritisch erscheinendem Gesundheitszustand” würden rund um die Uhr in der Klinikambulanz versorgt.   Die Personalausstattung sei letzlich das Ergebnis gesundheitspolitischer Entscheidungen, wie viel Geld Krankenhäuser für ihre Dienstleistung bekommen. Zusätzliche Mitarbeiter vorzuhalten für eine eventuell periodisch auftretende außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Behandlungen  sei in Deutschland nicht finanziert. Daraus folge, dass Patienten, die an dem einen Haus nicht stationär aufgenommen werden können, an ein benachbartes Haus verwiesen werden müssen, um eine Behandlung ohne Verzögerung zu ermöglichen.

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