Hunde im Hospiz: Streicheleinheiten für Smöre

Hospizhund Smöre. Foto: Andre Hirtz

Hospizhund Smöre. Foto: Andre Hirtz

Im Hospiz am Elisabethenstift in Darmstadt sorgt Terrierhündin Smöre für eine entspannte Atmosphäre. Davon profitieren die Bewohner, ihre Angehörigen und die Pflegekräfte.

Die Hündin setzt sich auf die Hinterbeine und hebt beide Vorderpfoten hoch: Smöres Art zu zeigen, dass sie bereit ist für ihren Arbeitseinsatz. Das Irish-Terrier-Weibchen ist sieben Jahre alt. Es hat zwei Besitzerinnen: Uta Preisher und ihre Schwester Martina. Die beiden haben sie als Welpe vom Züchter gekauft und ziemlich schnell festgestellt: “Smöre braucht eine Aufgabe.” Martina Preisher kam auf die Idee, Smöre als Therapiehund auszubilden und in die Darmstädter Werkstätten für behinderte Menschen mitzunehmen. Seit fünf Jahren ist die Hündin auch regelmäßig im Hospiz am Elisabethenstift im Einsatz: Uta Preisher ist Krankenschwester und auf die Pflege von Schwerstkranken spezialisiert.

“Ohne das Engagement der Mitarbeiter könnten wir uns keinen Hospizhund leisten,” sagt Hospiz-Geschäftsführerin Birgit Steindecker. Wenn Uta Preisher ihre Hündin zur Arbeit mitbringt, steht sie eine Stunde früher auf, um mit Smöre vorab einen ausgedehnten Spaziergang zu machen, damit die Hündin entspannt im Hospiz ankommt.

” Smöre ist zwiegespalten”, sagt ihre Besitzerin. Zuhause jage sie Wühlmäuse, lege sich mit anderen Hunden an – bewache die Familie und das Haus. Im Hospiz ist die Terrier-Hündin, was Menschen angeht, “total einfühlsam”, so Uta Preisher. Smöre bringt nichts aus der Ruhe. “Sie versucht, den Menschen Kummer abzunehmen.” Die Hündin schaffe es, Zugang zu Kranken zu finden, die mit der Welt längst abgeschlossen haben. Und sie bringt ein Stück Normalität in den Hospizalltag. Vor allem für Kinder, die im Hospiz ihre kranke Mutter oder den Vater besuchen, sei das Spielen mit dem Hund eine Möglichkeit, Emotionen auszuleben. ” Smöre passt sich allen Situationen an, sie ist auch sehr neugierig.” Menschen, die keine Hunde mögen, gehe sie ganz von selbst aus dem Weg. Trotzdem ist für Smöre ein Einsatz im Hospiz auch ganz schön anstrengend. Ruhepausen sind wichtig. “Manchmal braucht sie ein paar Tage, bis die Fröhlichkeit wieder da ist”, sagt Uta Preisher.

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