Hilfe für adipöse Kinder

Foto: Frank C. Müller, Wikimedia Commons

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In Deutschland leben schätzungsweise  200.000 Jugendliche, die stark übergewichtig sind. Sie werden oft verlacht und ausgespottet, ihnen wird vorgeworfen faul, willensschwach und unnormal zu sein. Die Folgen:   “Ihre Lebensqualität liegt unterhalb der von Krebspatienten”, sagt Martin Wabitsch, Koordinator eines neuen Projektes der Deutschen Adipositas Gesellschaft in Ulm. “Problematisch ist auch die negativer Darstellung adipöser Menschen in den Medien”, erklärt Anja Hilbert, Professorin am Forschungs- und Behandlungszentrum für Adipositaserkrankungen in Leipzig.  Auch Fachleute wie Ärzte oder Diätassistenten, schrieben ihren Patienten viel zu oft fehlende Willensstärke, mangelnde Motivation und geringe Hygiene zu.

Kein Wunder, dass Kinder, die 150 Kilo und mehr auf die Waage bringen, unglücklich sind, manche sind Schulverweigerer, flüchten vor den Computer, haben aufgrund ihres Übergewichts keine Chance auf einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz und werden von der Gesellschaft isoliert. Hinzu kommen oftmals gesundheitliche Probleme wie Gelenkschmerzen, nächtliche Atmungsstörungen und Altersdiabetes. Ein neues Verbundprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, die medizinische und pschosoziale Betreuung von Jugendlichen mit Adipositas zu verbessern. Beteiligt sind die Charite in Berlin, das Uniklinikum Leipzig, die Uni Witten-Herdecke, das Uniklinikum Essen und die Uniklinik für Kinder und Jugendmedizin in Ulm.

Auch in Darmstadt gibt es eine qualifzierte Anlaufstelle: Die Abteilung für Ernährungsberatung der Kinderkliniken berät Kinder und Eltern. Möglich ist eine ambulante und/oder stationäre Betreuung. Weitere Infos: 06151 402-3100 oder per Mail unter ernaehrungsberatung@kinderkliniken.de

 

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