Geschichten, die ans Herz gehen

Das Chirurgenteam bei der Herz-OP von Leon. Foto: ARD/SWR

Ärzte-TV-Serien in allen Ehren, an die Doku „Die Knochen-Docs“ reicht keine. Die Geschichten aus der Klinik für Orthopädie in Schlierbach bei Heidelberg waren erstmals im Januar 2010 im SWR Fernsehen zu sehen. Die Zuschauerquoten waren hoch und die Serie schaffte es schnell ins ARD-Programm. Knapp drei Millionen  Zuschauer schauten im Schnitt den Orthopäden über die Schulter, wenn sie ihre Patienten behandelten.  Die acht Jahre alte Veronika zum Beispiel,  Adoptivkind aus Bulgarien, die alle Operationen  optimistisch  und lächelnd anging.  Sie wollte unbedingt ihren Buckel und ihre „Elefantenfüße“ loswerden: Aufgaben, die  die Operateure – und auch manche Zuschauer – an ihre Grenzen brachten.  Die Macher  der „Knochen-Docs“ schafften es trotzdem, ihre Geschichte zu erzählen, ohne  das Mädchen und ihre Eltern vorzuführen, wie es in Formaten vieler  Privatsender an der Tagesordnung ist. Die Doku war oft rührend,  nie verletzend. Die gute Nachricht:  Die Reportagen aus dem Klinikalltag gehen weiter. Diesmal wurde im Freiburger Herzzentrum gedreht.  Morgen, Donnerstag, 19. Juli, 22 Uhr, ist  die erste von fünf Folgen der „Herz-Docs“ im SWR Fernsehen zu sehen. Im Mittelpunkt der ersten Folge steht der drei  Jahre alte Leon Philipp, der mit einem schweren Herzfehler auf die Welt gekommen ist. Ihm fehlt eine Herzhälfte, seine Lippen sind deshalb häufig so blau  wie seine Augen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Ärzte versuchen, die fehlende Herzhälfte durch einen Goretex-Schlauch zu ersetzen.  Die zweite Folge erzählt die Geschichte einer 66 Jahre alten Frau, die auf ein Spenderherz wartet. Mein Tipp: Einschalten!

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