Gegen Vorurteile und für mehr Hilfe: Die Psychiatriekoordinatorin Jutta Schwibinger

Der Wegweiser  kann zu den Öffnungszeiten an der Pforte des Gesundheitsamtes abgeholt werden, Niersteiner Straße 3, Darmstadt. Geöffnet ist montags bis mittwochs von 8 bis 12 Uhr und von 12:30 bis 15:15 Uhr. Donnerstag ist von 8 bis 12 und von 12.30 bis 17 Uhr geöffnet, freitags von 8 bis  12 Uhr.

Der Wegweiser kann zu den Öffnungszeiten an der Pforte des Gesundheitsamtes abgeholt werden, Niersteiner Straße 3, Darmstadt. Geöffnet ist montags bis mittwochs von 8 bis 12 Uhr und von 12:30 bis 15:15 Uhr. Donnerstag ist von 8 bis 12 und von 12.30 bis 17 Uhr geöffnet, freitags von 8 bis 12 Uhr.

Was macht eigentlich eine Psychiatriekoordinatorin? Sie versucht, Betroffene,  Angehörige, Politiker und Vertreter von  Institutionen miteinander in Kontakt zu bringen und zu vernetzen. Jutta Schwibinger macht das  in Darmstadt seit nunmehr drei Jahren.

Gerade hat sie einen Wegweiser für Menschen in Not zusammengestellt, in dem alle wichtigen Adressen zu finden sind.  Jutta Schwibinger, Psychiatriekoordinatorin für Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg, sitzt in mehreren  Arbeitskreisen und Gremien, hält Vorträge, macht Öffentlichkeitsarbeit, organisiert den  psychiatrischen Notdienst und Fachtagungen: Im März ging es beispielsweise im Justus-Liebig-Haus in Darmstadt um das lange Warten auf einen Termin bei Fachärzten.

„Ich will ein Bindeglied sein und Betroffene, Angehörige, Institutionen und die politische Ebene zusammenbringen“,  erklärt die Sozialpädagogin.  Die Stelle der Psychiatriekoordinatorin gibt es seit den achtziger Jahren. Sie wurde im Rahmen der Psychiatrie-Enquete eingerichtet.  Dabei ging es  unter anderem  darum, den ambulanten Bereich zu stärken. Seit dieser Zeit gibt es beispielsweise  den sozialpsychiatrischen Dienst mit seinem niedrigschwelligen Angebot.

Jutta Schwibinger macht den Job seit drei Jahren. Sie versucht, möglichst objektiv zu bleiben und keine Zielgruppe zu bevorzugen. „Ich bin weder von Teilnehmerzahlen abhängig, noch davon, ob mich eine Institution, eine Krankenkasse oder wer auch immer besonders gut findet.“  Ganz wichtig ist ihr  die „Anti-Stigma-Arbeit“: Immer noch, so Schwibinger,  kämpften psychisch Kranke mit Vorurteilen, gebe es Schwellenängste, bestimmte Hilfen in Anspruch zu nehmen. Dagegen will sie angehen.   Sie will, dass Menschen, die Hilfe brauchen, sie annehmen –  und sich nicht dafür schämen. Im nächsten Jahr stehen die   „Tage der seelischen Gesundheit“ deshalb auch unter  dem Motto „Wieviel Anderssein ist erlaubt?“

Am Herzen liegt ihr auch das Schulprojekt „Verrückt? Na und!“, bei dem Schüler während  eines Projekttages Menschen kennenlernen, die von ihren Erfahrungen mit einer psychischen Erkrankung erzählen. Es ist ihr wichtig,  auch überregional aktiv zu werden, wenn sie Bedarf sieht: Im Sommer hat sie  einen Brief an Wolfgang Niersbach vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) geschrieben. Anlass war der Tod des  Fußballers Andreas Biermann.  Er  hatte  zuvor öffentlich über seine Depression gesprochen und ein Buch geschrieben.  Doch der  Ex-Profi des FC St. Pauli  verlor seinen Job und den Kampf gegen die Krankheit. Er nahm sich im Alter von 33 Jahren das Leben. .Jutta Schwibinger wollte von  Niersbach wissen, ob Trainer und Verantwortliche in den Vereinen denn ausreichend geschult sind? Ob  im Spitzensport psychischen Problemen genug Aufmerksamkeit geschenkt wird – und  was der DFB tut, um solche „menschlichen Katastrophen“  künftig zu verhindern. Niersbach leitete ihr Schreiben an die Robert-Enke-Stiftung weiter, die  auf mehrere Projekte verwies, etwa zum Thema „Psychische Gesundheit im wettkampforientierten Leistungssport“.

„Seelische Gesundheit ist eines der wichtigsten Güter, die es zu wahren gilt“, sagt Jutta Schwibinger.  Sie wünscht sich, dass  möglichst  viele Unternehmen  sich dessen bewusst werden und  ihren Mitarbeitern Präventionskurse anbieten. „Da fehlt es immer noch an Offenheit.“ Unternehmen, die sich in dem Bereich engagieren möchten, steht Jutta Schwibinger  als Ansprechpartnerin zur Verfügung: „Ich vermittle gerne.”

Kontakt: j.schwibinger@gesundheitsamt-dadi.de  / 06151 330981

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2 Antworten auf Gegen Vorurteile und für mehr Hilfe: Die Psychiatriekoordinatorin Jutta Schwibinger

  1. Medi-Buch sagt:

    Hi,
    wir bauen gerade eine Seite http://www.medi-buch.de auf, in der wir Bücher für Medizinstudenten testen und bewerten. Wer kennt es nicht… Die Medizinbücher sind teuer und einige halten nicht das was sie versprechen…. Hast du noch irgendwelche Tipps die unbedingt dazugehören? Bzw. welche die man absolut vergessen kann?

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